
Firefox 9 zum Download: 30-50 Prozent mehr Javascript-Performance (3) [Quelle: siehe Bildergalerie]
Der Open-Source-Browser Mozilla Firefox ist dank Tabbed Browsing, integrierten Funktionen wie Suchleisten und durch die Erweiterbarkeit per Add-ons der mit Abstand meist genutzte Internet-Browser der PCGH-Community. Dank seiner Flexibilität und dem großen Angebot an Add-ons durch Drittanbieter erfreut sich Firefox einer großen Anhängerschaft. Zwar rendert der Browser etwas langsamer als die Webkit-Konkurrenz, aber er bietet Ausgleich beim Komfort. Die Mozilla Foundation hat nun Firefox 9 zum Download bereitgestellt. Den Download finden Sie am Ende des Artikels oder ganz schnell über den roten Kopf oben rechts.
Wie üblich wird Firefox 9 erst in einigen Tagen über den Auto-Updater ausgeliefert. Die Webseite wurde auch noch nicht umgestellt, aber in den Tiefen des FTP-Server ist die stabile Version bereits verfügbar. Version 9 soll vor allen Dingen eine Verbesserung bei der Javascript-Performance bieten. Zwischen 30 und 50 Prozent werden versprochen. Das wird über “Type Inference” erreicht – eine Codeanalyse generiert vorab Variablen für Typ-Informationen. Außerdem wurde der Support für Mac OSX Lion verbessert. Optisch wurde das Theme noch einmal feingeschliffen und Firefox unterstützt nun Zwei-Finger-Wisch-Gesten. Implementiert wurden zudem neue CSS-Funktionen wie zum Beispiel “font-stretch” zum Strecken von Schriftarten.
Noch im experimentellen Status ist HTML5 im Vollbild: Das soll Webseiten erlauben, zusätzliche Elemente darzustellen. Auch Spiele und Videos können die Funktion nutzen. Die Funktion muss noch manuell aktiviert werden, wenn sie gewünscht wird. In Firefox 10, der in rund sechs Wochen erscheint, soll die Funktion dann automatisch an Bord sein.
In Version 9.0.1 wurden die automatischen Updates für Mac-OS-X-Nutzer aktiviert. Hier gab es in Fassung 9.0 noch Probleme.
Hintergrund: Firefox Rapid-Release
Nach dem Start des Firefox 4 wechselte Entwickler Mozilla zum Rapid-Release-Modell, doch manch einer war von der Zeit bis zum Release des Firefox 5 enttäuscht. Dabei war es zu erwarten, dass es im ersten Anlauf noch einmal länger dauern wird. Nach dem ersten Zyklus von 12 bis 18 Wochen hat man bei Mozilla aber erfolgreich umgestellt und kann alle sechs Wochen eine neue Browserversion liefern. Der kürzere Entwicklungszyklus sorge neben schnellerer Verfügbarkeit von neuen Funktionen auch für eine größere Robustheit der Software, so Johnathan Nightingale in einem Blogeintrag. Nach dem neuen Prozess sei es Mozilla möglich neue Funktionen in 12 bis 18 Wochen im Browser zu haben. Außerdem könne man auf mehr Tester zurückgreifen, da die Software im Grunde stabiler ist.
Nach einer sechswöchigen Entwicklung lassen sich neue Funktionen binnen 12 Wochen, in denen sie die Aurora- und Beta-Phase durchlaufen, in den finalen Browser integrieren, so die Rechnung. Die drei Phasen finden permanent parallel statt. Während Firefox 6 in der Betaphase ist, ist Firefox 7 in der Aurora-Phase und Firefox 8 steckt in der Entwicklungsphase. Ist Ein Browser erst einmal in der Testphase, wird er nicht mehr geändert und geht so in den Download. Durch dieses “3-Schicht-System” lassen sich alle sechs Wochen Browser veröffentlichen, sofern die Zahnrädchen ineinandergreifen und nichts Größeres schief geht. Im Rahmen dessen wurde auch die Versionierung geändert, die nun immer volle Zahlen hochzählt. Alle Infos zum Firefox, dem Internetbrowser von Mozilla, finden Sie auf der Themenwebseite.
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