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Datenschutz: Twitter-Nutzer leicht zu verfolgen

28 Mrz

Weil sich herumgesprochen hat, wie das freiwillige Anlegen von Ortsmarken bei Twitter das Ausspionieren von Personen erleichtert, verzichten die meisten Nutzer mittlerweile darauf. Nach verschiedenen Studien sind nur ein Prozent aller Tweets mit einem Geotag versehen. Doch das scheint wenig zu helfen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Jalal Mahmud vom IBM Almaden Research Center in Kalifornien hat mit Kollegen einen Weg gefunden, aus einer Inhaltsanalyse auf den Heimatort eines Twitter-Nutzers zu schließen – auch wenn der seine Beiträge nicht verortet. Der Algorithmus wertet dazu die letzten 200 Tweets eines Nutzers aus.

Für ihre Studie suchten die Wissenschaftler lokalisierte Tweets aus dem Zeitraum Juli und August 2011 für die 100 größten Städte der USA zusammen. Die Ausgangsbasis war erreicht, nachdem sie für jede Stadt genau 100 Twitter-Nutzer gefunden hatten, die Geotagging praktizierten. Von diesen luden sie die jeweils 200 letzten Mitteilungen herunter, als privat gekennzeichnete wurden dabei verworfen. Insgesamt kamen sie so auf 1,5 Millionen Tweets, die mit einem Geotag versehen waren. Diesen Datensatz teilten sie nun in zwei Gruppen auf: 90 Prozent der Tweets verwendeten sie, um ihren Algorithmus zu trainieren, die restlichen zehn Prozent dienten als Test-Tweets, auf die der Algorithmus angewendet wurde.

Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Bei 68 Prozent der Nutzer identifizierte der Algorithmus den richtigen Heimatort, bei 70 Prozent den Bundesstaat, in dem sie leben, und bei 80 Prozent die Zeitzone. Die Rechenzeit pro Nutzer liegt dabei unter einer Sekunde. Während diese Ergebnisse nicht jedem Twitter-Nutzer gefallen werden, könnten sie für Marketing-Firmen interessant sein. Die könnten so herausfinden, in welcher Stadt ihre Produkte besonders populär sind.

 
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Chrome für Desktop unterstützt jetzt Google-Now-Benachrichtigungen

26 Mrz

Google hat nach über einem Jahr Portierungsarbeit gestern damit begonnen, Google-Now-Benachrichtigungen für die Desktop-Version von Chrome einzuführen. Der Rollout soll innerhalb der nächsten Wochen erfolgen, wie es in einem Google+-Beitrag heißt. Seit Anfang Februar lässt sich der vorausblickende Benachrichtigungsdienst in einer Betaversion des Browsers testen.

Die Google-Now-Benachrichtigungen erscheinen nach einem Klick auf das Glockensymbol im Infobereich der Windows-Taskleiste beziehungsweise der Mac-OS-Menüleiste oder auf das nummerierte Icon in Chrome OS. Bisher wird nur Englisch unterstützt. Google hat aber bereits Support für weitere Sprachen angekündigt.

Das neue Feature setzt natürlich eine Anmeldung mit einem Google-Konto voraus, damit Google Now wie auf Android- oder iOS-Geräten auf die Daten des Nutzers zugreifen kann. Dann zeigt es in Form von Karteikarten kontextsensistive Inhalte an, beispielsweise Wettervorhersagen, Sportergebnisse oder Aktienkurse. “Einige dieser Karten beziehen sich eventuell auf den Standort Ihres Mobilgeräts”, schreibt Google in seiner Chrome-Hilfe. Sie könnten daher unpassend erscheinen, wenn sich Computer und Smartphone nicht am selben Ort befinden.

Das Grundprinzip von Google Now ist es, den Nutzer vorab auf Informationen hinzuweisen, die er vielleicht sonst später suchen würde. Steht beispielsweise ein Termin an, bereitet Google Now schon einmal die Navigation zum Veranstaltungsort vor, und der Nutzer muss nur noch darauf klicken beziehungsweise tippen. Es kann aber auch Restaurantvorschläge machen oder Flüge heraussuchen.

Wer nicht warten möchte, bis Google die neue Funktion freischaltet, kann sie nach Eingabe von chrome://flags in der Adressleiste auch manuell einschalten. Dazu muss auf der angezeigten Seite im Dropdown-Menü unter “Google Now Mac, Windows, Chrome OS” der Punkt “Aktiviert” ausgewählt werden. Anschließend ist ein Neustart des Browsers erforderlich. Auf dieselbe Weise lässt sich die Funktion auch wieder abschalten.

Die Einführung von Google Now in Chrome bedeutet für Google einen großen Schritt: die Umwandlung des Browsers in eine personalisierte Oberfläche für das ständig wachsende Google-Universum. Gleichzeitig ist es ein Versuch, Webanwendungen mit nativer PC-Software wettbewerbsfähig zu machen. Dem Browser kommt dabei zunehmend die Rolle des Betriebssystems zu – eine Strategie, die auch Mozilla mit Firefox (OS) verfolgt. Googles Bemühungen in dieser Richtung haben schon Chrome OS und die betriebssystemartige Optik des Browsers Chrome unter Windows 8 – mit eigenem Startmenü beziehungsweise “App-Launcher” – hervorgebracht.

 
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Das neue HTC One ist da: So gut ist das Super-Smartphone

25 Mrz

HTC hat am Dienstag sein neues Smartphone-Flaggschiff und damit den Nachfolger des HTC One vorgestellt. Das neue Topmodell heißt ebenfalls HTC One, trägt aber zur genaueren Erkennung noch die Zusatzbezeichnung M8. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das HTC One (M8) nicht nur technisch verbessert, sondern ist auch deutlich größer geworden. Das bemerkenswerteste Detail ist zweifellos die neuartige Kamera.

Die Rückseite des neuen HTC One zieren gleich zwei optische Linsen unterschiedlicher Größe. Während die größere das Bild einfängt, misst die kleinere die Entfernung zum gewählten Fotomotiv. Das soll dem Nutzer eine Reihe neuer Funktionen eröffnen – beispielsweise das nachträgliche Scharfstellen eines Objekts. Doch damit ist noch viel mehr möglich: So kann die Linse eine fotografierte Person gezielt erfassen und nachträglich im Bild beliebig verschieben oder die Größe ändern.

Die Hauptkamera macht wie der Vorgänger Fotos mit vier Megapixeln, die als Ultrapixel bezeichnet werden und mehr Informationen speichern als die einzelnen Pixel anderer Smartphone-Kameras. Der Bildsensor ist nicht kleiner als bei vielen Kameras mit wesentlich mehr Megapixeln. Zur Nachbelichtung sind zwei verschiedenfarbige LEDs vorgesehen, die das Motiv optimal ausleuchten sollen. Das Apple iPhone 5s verfügt über eine ähnliche LED-Technik.

Der Bildschirm ist auf 5 Zoll gewachsen, die Auflösung beträgt unverändert 1080×1920 Pixel. Damit sinkt nominell die Pixeldichte ein wenig, doch diesen Unterschied wird selbst ein Adlerauge nicht wahrnehmen können. Das Display basiert nach wie vor auf LCD-Technik.

Schneller, stärker, größer

HTC baut als Hauptprozessor den Qualcomm Snapdragon 801 ein, einen Vierkerner mit 2,3 Gigahertz. Damit schließt HTC wieder zur Smartphone-Spitze auf, denn die Konkurrenz setzt in den meisten Fällen ebenfalls bei ihren neuesten Modellen auf diesen Prozessor.

Der Akku hat eine Kapazität von 2600 mAh. Das ist eine Steigerung zum HTC One von 2013 – HTC spricht von 40 Prozent längerer Laufzeit, liegt aber unterhalb der Werte vieler Konkurrenten: Der Akku des Samsung Galaxy S5 hat 2800 mAh, des Sony Xperia Z2 und des LG G2 sogar 3000 mAh. Wie vermutet und bei den bisherigen Modellen der Serie üblich, ist der Akku nicht wechselbar.

Als Flash-Speicher bietet das neue HTC-Vorzeigemodell lediglich 16 GB, also nur noch die Hälfte des Vorgängers. Verständlich ist diese Sparmaßnahme nicht. Da sich jedoch – anders als beim Vorgänger – mit einer Speicherkarte der Platz vervielfachen lässt, tut die Kürzung nicht weh.

Das Aussehen des neuen HTC One (M8) hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht radikal verändert. Anstatt Silber hat das Aluminium einen deutlichen Grauton und ist sichtbar gebürstet. Die Rückseite wirkt rundlicher als beim HTC One von 2013.
Fazit: HTC One M8 setzt kaum neue Maßstäbe

Ob HTC mit dem neuen Top-Smartphone ein großer Wurf gelungen ist, müssen die ersten Tests zeigen. Da aber auch die Konkurrenz in diesem Jahr nur die 2013er-Modelle auffrischt, ohne das Rad neu zu erfinden, befindet sich der taiwanesische Hersteller in guter Gesellschaft.

Die Kamera ist durchaus innovativ, dagegen sind die Verbesserungen bei Leistung und Akku eher klein, das größere Display verringert nur den Rückstand zu den Konkurrenten, die inzwischen 5 Zoll überschritten haben. Ärgerlicherweise schafft es HTC nicht, das Gehäuse kompakt zu halten, bei anderen Smartphones ist der Rand um das Display deutlich schmaler.

Ebenso wichtig wie die Hardware ist die Software: Die Bedienoberfläche Sense greift stark in das Original-Android ein und ist nicht immer intuitiv zu bedienen. Obendrein trifft das neue HTC One M8 auf große Konkurrenz: Neben dem Samsung Galaxy S5, dem Sony Xperia Z2 wären da auch noch das Google Nexus 5 und das LG G2 zu nennen.

Bleibt HTC nur zu wünschen, dass der Smartphone-Absatz nicht genauso einbricht wie der Präsentations-Livestream, der in der entscheidenden ersten Viertelstunde überhaupt nicht funktionierte.

 

Gutes Motivation Video

25 Mrz

 
 

Google prescht im Wettlauf um Computer am Handgelenk vor

20 Mrz

Der Internet-Konzern stellte am späten Dienstag dafür das Projekt Android Wear vor. Als erste Hersteller kündigten Motorola und LG Smartwatches mit der Software an.

Android Wear soll unter anderem dafür sorgen, dass in den Displays der Datenuhren relevante Informationen angezeigt werden und man die Geräte sowie angeschlossene Smartphones mit Sprachbefehlen steuern kann.

Die Plattform ist auch für andere Arten kleiner tragbarer Computer gedacht. Schnittstellen für diverse Sensoren sollen Gesundheits-Funktionen möglich machen.

Google heizt damit den Wettbewerb bei Smartwatches weiter an. Die Android-Plattform konnte binnen weniger Jahre die dominierende Rolle im Smartphone-Markt übernehmen. Hersteller von Android-Uhren und App-Entwickler können auf diesem Fundament aufbauen: So können zum Beispiel von Anfang an Benachrichtigungen aus den meisten Anwendungen auch auf den Displays der Smartwatches angezeigt werden.

Computer-Uhren gelten als „das nächste große Ding“ im Technik-Geschäft. Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an einer iWatch, die mit iPhones verbunden werden kann.

Der weltgrößte Smartphone-Anbieter Samsung preschte bereits im vergangenen Jahr mit seiner Smartwatch Galaxy Gear vor. Bei der jüngst vorgestellten zweiten Generation wechselten die Südkoreaner von Android zum eigenen Betriebssystem Tizen. Damit werden sie mit dem Android-Lager um die Gunst der App-Entwickler konkurrieren müssen.

Es gibt bereits zahlreiche Smartwatches verschiedener Hersteller auf dem Markt. Viele dieser Uhren sind aber noch klobig und leiden an Problemen wie kurze Batterie-Laufzeiten oder Lücken im Zusammenspiel mit Smartphone-Apps.

Die wenigsten Hersteller entschieden sich dafür, sie als eigenständige Geräte zu entwerfen, die kein verbundenes Handy brauchen. Die Entwickler der Uhr Pebble, die als eine der bisher besten Smartwatches gilt, begrüßten Google mit einem Hinweis darauf, dass sie schon sechs Jahre Erfahrung in diesem Geschäft hätten.

Für die kleinen Displays der Computer-Uhren ist es besonders wichtig, dass zur richtigen Zeit die gerade nötigen Informationen angezeigt werden. So will man bei einer Google-Suche nicht wie vom PC gewohnt eine Liste von Links sehen, sondern am besten gleich die richtigen Antworten.

Google arbeitet seit Jahren an solchen Lösungen zum Beispiel bei Verkehr, Reisen oder Restaurant-Empfehlungen, was den Wettbewerbs-Konflikt des Internet-Riesen mit rivalisierenden Suchmaschinen verstärkte. Bei Android Wear sollen die Geräte gesprochene Fragen verstehen, dafür muss man sie mit den Worten „Ok Google“ aktivieren. Von Apple wird die Einbindung des sprechenden Assitenten Siri erwartet.

Der Handy-Pionier Motorola, der zuletzt zu Google gehörte und jetzt von dem Computer-Hersteller Lenovo übernommen wird, veröffentlichte am Dienstag bereits Bilder von seiner Android-Smartwatch Moto 360. Sie sieht wie eine klassische Uhr mit Display statt Zifferblatt aus. LG entschied sich für ein rechteckiges Design. Der Uhren-Spezialist Fossil kündigte ebenfalls eine Zusammenarbeit mit Google bei Android Wear an.

 

Eisschmelze auf Grönland wird unterschätzt

17 Mrz

Die bisher als stabil geltenden Gletscher im Nordosten Grönlands verlieren nach einer neuen Studie riesige Eismassen. Jedes Jahr schwindet der nordöstliche Eisstrom um zehn Gigatonnen (zehn Milliarden Tonnen) Eis, berichtet ein internationales Team um Shfaqat Abbas Khan von der Technischen Universität Dänemark in Kopenhagen im Fachjournal “Nature Climate Change”.

Eigentlich galt der von den Forschern untersuchte Teil des grönländischen Eisschilds als stabil. Der künftige Anstieg des Meeresspiegels sei daher gravierend unterschätzt worden, meinen sie.

Die Wissenschaftler untersuchten den nordöstlichen Eisstrom (NEGIS) in Grönland, der mehr als 600 Kilometer vom Landesinneren bis an die Küste führt. 25 Jahre lang sei der Eisstrom stabil gewesen, schreiben die Autoren – bis zum Jahr 2003. In dem ungewöhnlich warmen Sommer ging das Meereis am Rande der nordöstlichen Gletscher zurück, und das Gletschereis begann zu schmelzen. Gigantische Eisbrocken brachen immer wieder ins Meer; die Gletscher am Rande des Eisstroms kalben.

Das könnte Auswirkungen auf die gesamte Insel haben: Der nordöstliche Eisstrom führt bis in das Herz des grönländischen Eisschilds. “Das bedeutet, dass Veränderungen an den Rändern auch die Massenbilanz tief im Zentrum des Eisschilds beeinflussen können”, wird Studienautor Shfaqat Abbas Khan in einer Mitteilung zitiert.

 

Die Geheimwaffe des Dschingis Khan

11 Mrz

Der legendäre Feldherr Dschingis Khan hat sein Weltreich möglicherweise auch wegen einer ungewöhnlich warmen und regenreichen Klimaphase erobern können. Das zeigen Jahresringe Sibirischer Zirbelkiefern (Pinus sibiricau) in der Mongolei.

Zu Dschingis Khans Zeiten – er lebte etwa 1162 bis 1227 – ließ das feuchte, milde Wetter der Studie zufolge das Weideland kräftig sprießen. Pferde und Vieh und somit die Reiterarmeen hätten profitiert, schreiben Forscher um Neil Pederson von der Columbia Universität – sie widerlegen damit bisherige Annahmen: Frühere Studien hatten nahegelegt, dass eine Dürre in der Mongolei die Reiterarmeen vertrieben hatte, so dass sie in andere Regionen einfielen. Die neue Studie indes zeigt das Gegenteil.

Die Untersuchung der Jahresringe lasse Aussagen über das mongolische Klima im Zeitraum von 900 bis 2011 zu. Die regenreichste Phase war demnach zwischen 1211 und 1225 – also zu Zeiten Dschingis Khans. Der Herrscher der Mongolen eroberte mit seinen Reiterarmeen ein Weltreich von Ostasien bis Mitteleuropa.

Treibstoff der Mongolen

“Der Wandel vom trockenen zum feuchten Klima in der Zeit von Dschingis Khan lässt vermuten, dass das Klima starken Einfluss auf Kulturen hatte”, sagt Amy Hessl, Ko-Autorin der Studie von West Virginia University. Wo es normalerweise kalt und trocken sei, führe mildes, feuchtes Klima zu ungewöhnlichem Pflanzenwachstum. “Gras bedeutet Energie für die Pferde”, sagt Hessl. “Dschingis Armee ritt regelrecht auf einer Welle guten Wetters”.

“Gras und Einfallsreichtum waren der Treibstoff der Mongolen und der Kulturen um sie herum”, ergänzt Pederson. Die Klimaänderungen im 13. Jahrhundert hätten dazu beigetragen, dass die Mongolen immer mächtiger wurden, schreiben die Forscher in ihrer Studie im Wissenschaftsmagazin “Proceedings of the National Academy of Sciences” (“PNAS”).

Außerdem konnten die Forscher nachweisen, dass sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts das Gebiet der Mongolei stark erwärmt hat. Die Dürre von 2000 bis 2009 sei eine der schwersten in mehr als 1000 Jahren gewesen. Millionen Tiere seien in Zentralasien gestorben. Das habe die Lebensgrundlage zahlloser Hirten zerstört; viele von ihnen seien daher in die Hauptstadt Ulan Bator gezogen.

 
 

US-Datenschützer reichen Beschwerde gegen WhatsApp-Übernahme ein

09 Mrz

Datenschützer haben bei der US-Handelsaufsicht FTC eine Beschwerde zur beabsichtigten WhatsApp-Übernahme durch Facebook eingelegt. Sie fordern die Behörde auf, zu untersuchen, inwieweit eine Übernahme die Erwartungen auf einen Schutz der Privatsphäre verletzt, die überhaupt erst zur verbreiteten Nutzung des Messaging-Dienstes führten.

Facebook sei dafür bekannt, routinemäßig persönliche Informationen für Werbezwecke zu nutzen mit einem auf Nutzerprofilen beruhenden Geschäftsmodell. Die Übernahme resultiere daher in “unfairen und täuschenden Geschäftspraktiken”, die eine Untersuchung durch die Federal Trade Commission erforderten. Bis zu einer zufriedenstellenden Klärung sei die Übernahme aufzuschieben.

Beschwerdeführer sind das Electronic Privacy Information Center (EPIC) sowie das Center for Digital Democracy (CDD), das öffentliche Interessen rund um digitale Kommunikation vertritt. Sie heben in ihrer Eingabe (PDF) hervor, dass WhatsApp seine 450 Millionen aktiven Nutzer vor allem durch seine eindeutigen Aussagen zum Schutz der Privatsphäre gewann. Dazu zitieren sie aus der zuletzt im Juli 2012 aktualisierten Datenschutzerklärung, in der das Unternehmen versicherte, außer Handynumern keine Namen, E-Mails, Adressen oder andere Kontaktinformationen aus den Adresslisten oder Kontaktlisten der Nutzer zu speichern. Der Messaging-Dienst versicherte außerdem, keine Nachrichten außer vorübergehend nicht zustellbaren zu speichern, und auch diese nach 30 Tagen automatisch zu löschen. Schon 2009 versprach Gründer Jan Koum, WhatsApp werde “niemals Ihre persönlichen Informationen an irgend jemanden verkaufen”.

Facebooks eigenem Messaging-Dienst hingegen wirft die Beschwerde vor, “regelmäßig alle verfügbaren Nutzerdaten zu sammeln und zu speichern”. Das Social Network sei zudem dafür bekannt, sich routinemäßig die Nutzerdaten gekaufter Firmen anzueignen – und habe beispielsweise auch die Nutzungsbedingungen bei Instagram entsprechend geändert. Branchenexperten hätten bereits eindringlich gewarnt, eine Übernahme werde die Privatsphäre der WhatsApp-Nutzer reduzieren und Facebook die Schaffung vollständiger Nutzerprofile ermöglichen.

EPIC fordert die FTC daher auf, die beabsichtigte WhatsApp-Übernahme insbesondere hinsichtlich der Möglichkeiten von Facebook zu untersuchen, auf die vom Messaging-Dienst gespeicherten Telefonnummern und Metadaten zuzugreifen. Bis zu einer angemessenen Klärung dieser Frage solle die Handelsaufsicht von ihren Befugnissen Gebrauch machen und die Übernahme aufhalten. Im Fall einer Übernahme verlangen die Datenschützer eine FTC-Anordnung, die die WhatsApp-Nutzer vor einem Zugriff auf ihre Informationen nach den gängigen Praktiken von Facebook schützt.

EPIC verweist auf eine 2011 getroffene Vergleichsvereinbarung zwischen der FTC und Facebook, die das Social Network zur Beachtung von Datenschutzregeln verpflichtet. Noch ist unklar, ob die US-Handelsaufsicht auf die Beschwerde reagieren wird. Sie wurde jedoch schon auf frühere EPIC-Beschwerden hin tätig, die Google Buzz, Microsoft Passport und veränderte Datenschutzeinstellungen von Facebook betrafen.

 

Samsung Galaxy S5 oder neues HTC One?

08 Mrz

Letzte Woche hat Samsung auf dem Mobile World Congress das Galaxy S5 vorgestellt. HTC lässt sich mit seinem neuen Flaggschiff, dem Nachfolger des One, noch zweieinhalb Wochen Zeit. Am 25. März stellen die Taiwaner das Android-Smartphone auf einem Event vor, das zeitgleich in London und New York stattfindet.

Wir sind aber mal wieder total ungeduldig und fragen uns diese Woche im TechDuell: Was wird eigentlich besser – das Samsung Galaxy S5 oder das neue HTC One? Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem Video und ein schönes Wochenende!

 

Android-Smartphone Nexus 6 und Google-Smartwatch werden angeblich von LG gebaut

05 Mrz

Beim Nexus 6 soll es sich um eine abgespeckte Version des Android-Smartphones LG G3 handeln. Die ebenfalls von LG gefertigte Google-Smartwatch soll im Juni auf der Entwickler-Messe Google I/O ihr Debüt feiern. Der Gizmodo-Quelle zufolge arbeitet LG auch an einem eigenen Prozessor für Smartphones und Tablets.

Schenkt man dem russischen Blogger namens Eldar Murtazin Glauben, wird Google seine Android-Smartphone-Serie “Nexus” auslaufen lassen. 2014 sollen dem Blogger zufolge noch zwei bis drei Nexus-Geräte veröffentlicht werden, dann sollen die Google Play Editions die Reihe ersetzten. Das Nexus 6 soll aber jedenfalls noch erscheinen und auch wieder von LG gefertigt werden. Das berichtet CNETs Schwesterseite Gizmodo.de unter Berufung auf “unternehmensnahe Quellen”, die auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona aus dem Nähkästchen geplaudert haben. Bisherigen Gerüchten zufolge sollte Lenovo das kommende Nexus 6 bauen.

Das Nexus 6 soll auf dem LG G3 basieren und sozusagen eine abgespeckte Version des Android-Smartphones werden. Das G3 sollen die Südkoreaner den Quellen zufolge im Juni herausbringen. Bisherige Gerüchte besagten, es käme schon am 17. Mai heraus. Nach bisherigem Kenntnisstand wird das G3 mit einem 5,5-Zoll-Display ausgestattet sein, das eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln bietet. Ob LG beim G3 die Lautstärketasten und den Ein-/Ausschalter wieder auf der Rückseite unter der Kameralinse verbaut, ist noch nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Dieses Bedienkonzept hatte LG mit dem G2 eingeführt und beispielsweise auch beim gebogenen G Flex verwendet.

Der Gizmodo-Quelle zufolge arbeitet LG auch an einem eigenen Prozessor. Dieser sei zur Verwendung in Smartphones und Tablets gedacht und solle dem Konzern helfen, sich bei seinen Modellen stärker von der Konkurrenz zu differenzieren und sich gleichzeitig von Zulieferern unabhängiger zu machen. Damit geht LG dann zumindest in diesem Bereich einen ähnlichen Weg wie Apple.

LG soll nicht nur Googles nächstes Android-Smartphone, sondern auch die schon im letzten Jahr erwartete Smartwatch des Suchmaschinenbetreibers produzieren. Die smarte Armbanduhr soll auch demnächst auf den Markt kommen. In diesem Monat wird Google angeblich Pläne für ein auf Smartwatches ausgerichtetes Betriebssystem vorstellen. Die Uhr soll dann im Juni auf Googles Hausmesse I/O ihr Debüt feiern.

Dass LG auch die Fertigung der Google-Smartwatch übernimmt, ist keine große Überraschung. Schließlich haben sich die Koreaner in der Vergangenheit insbesondere bei der Produktion von Akkus und gebogenen Displays hervorgetan, was zwei wichtige Komponenten für Smartwatches sind. Und mit seinen Fitness-Armbändern hat LG bereits Erfahrung im noch jungen Wearable-Tech-Markt gesammelt.