Griechenland stellt Namen von Steuersündern ins Internet
Zur Strafverfolgung soll die öffentliche Demütigung kommen: Griechenland will die Namen von Firmen und Bürgern veröffentlichen, die massiv Steuern hinterzogen haben. Die Regierung hofft, dass dies den Druck auf die Betrüger erhöht.
Athen – Die griechische Regierung will die Namen von Unternehmen im Internet veröffentlichen, denen umfangreicher Steuerbetrug vorgeworfen wird. Der Schritt werde “in den nächsten Tagen” erfolgen, um die Staatseinnahmen anzukurbeln, kündigte Finanzminister Evangelos Venizelos am Montag in einer Parlamentssitzung an.
Hintergrund sind die dürftigen Fortschritte, die das Land bei dem Erzielen zusätzlicher Einnahmen macht. Griechenland hat auf der Ausgabenseite enorme Sparmaßnahmen beschlossen, um seine Verschuldung von 160 Prozent der Wirtschaftsleistung in den Griff zu bekommen. Ohne höhere Einnahmen könnten die Anstrengungen jedoch vergeblich sein.
Im Zuge der neuen Maßnahme sollen nun nach Absprache mit den Datenschutzbehörden auch Einzelpersonen im Netz namentlich genannt werden. Ein Steuervergehen im großen Stil liegt nach Regierungsangaben ab Summen von mehr als 150.000 Euro vor.
cte/dapd
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30. August 2011 at 15:03
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