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„Koordinierte Attacke“: Hacker erpressen 23 Städte auf einen Schlag

27 Aug

Erpressungssoftware ist in den letzten Jahren zu einer der größten Probleme in der IT-Welt geworden. Die Schädlinge legen den Rechner lahm, verschlüsseln oft Dateien – und geben die Daten erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder frei. Nachdem immer häufiger auch wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Stadtverwaltungen zum Opfer solcher Attacken wurden, erreicht ein Angriff in Texas nun völlig neue Dimensionen: Gleich 23 Städte wurden dort gleichzeitig lahmgelegt.

Der Angriff begann am Freitagmorgen, berichtet die „New York Times“. Am Montag meldete das Texas Department of Information Resources, dass in 23 Städten in dem US-Bundesstaat wichtige Systeme von einem Erpressungs-Trojaner befallen wären. Demnach versuche man verzweifelt, die betroffenen Systeme wieder zum  Laufen zu bekommen. Bis Dienstagnachmittag sei das aber erst in einer der betroffenen Städte gelungen.

Wer steckt hinter der Attacke?

Wer genau hinter dem Angriff steckt, ist zur Zeit noch unklar. Eines sei aber sicher: Die Attacke gehe auf einen „einzelnen Aggressor“ (im Original „Threat Actor“) zurück, so die texanischen Behörden. Der Angriff sei koordiniert erfolgt, sind sich die Ermittler sicher. Ob es sich um einen einzelnen Hacker oder eine – womöglich staatlich geförderte – Gruppe handelt, wird nun auch unter Mithilfe der Bundespolizei FBI untersucht.

Details zum Ablauf des Angriffs gibt es aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht. Auch welche Teile der jeweiligen Stadtverwaltung genau betroffen sind, ist unklar. Scheinbar handelt es sich aber um einzelne Behörden. Die Städte sind nach Angaben der Behörden nicht völlig lahmgelegt, wie es etwa im Falle der US-Metropole Baltimore im Frühjahr der Fall war. Zudem handle es sich um kleinere Städte, die texanischen Metropolen seien nicht unter den Opfern. „Es handelt sich um eine Handvoll Gegenden, die betroffen sind“, erklärte ein Sprecher der texanischen Behörden. 

 

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