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Hausaufgaben per WhatsApp

10 Jun

Dass für Kinder und Jugendliche WhatsApp längst Anrufe und SMS ersetzt hat, ist für die meisten Eltern nichts Neues. Dass jetzt allerdings auch immer mehr Lehrer beginnen, über den Kurznachrichtendienst mit ihren Schützlingen zu kommunizieren, heizt die Debatte um die App wieder an. Vor allem die Gruppenfunktion ist praktisch. Mit ihr kann man schnell und mit Lesebestätigung Informationen an beliebig viele Empfänger verteilen. Doch dass die ständige Erreichbarkeit, über die vor allem Arbeitnehmer häufig klagen, jetzt auch in die Schulen dringt, macht vielen Sorgen.

In vielen Klassenzimmern ist das Smartphone verboten. Wer es dennoch rausholt, dem droht die Peinlichkeit, es z. B. von den Eltern auslösen lassen zu müssen. Was solche Maßnahmen wirklich bringen und ob das Smartphone nicht auch positiv in den Unterricht eingebunden werden kann, fragen sich viele Lehrer schon lange. Doch hier fehlt es an klaren Regeln, was unweigerlich zu Konflikten zwischen allen Parteien führt.

Gefahr oder Chance?

Wir haben außerdem für Sie die wichtigsten Punkte für den Umgang mit der Nachrichten-App zusammengefasst:

Bei der Installation wird das gesamte Adressbuch des Mobilgeräts ausgelesen und an den Server von WhatsApp in den USA gesendet, also auch Daten von anderen Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner)

Wichtige Daten wie Passwörter, Bankdaten oder Kreditkartennummern sollten auf keinen Fall über WhatsApp verschickt werden.

WhatsApp erhält bei der Installation Zugriff auf viele Funktionen des Handys wie Dateien, Fotos, SMS, Kamera, Mikrophon, Standort, Kontakte, Telefon-ID, WLAN oder Bluetooth. So kann das Smartphone schnell zum perfekten Spion werden.

In der Voreinstellung kann jede Kontakt-Person sehen, wann Sie zuletzt online waren. Das lässt sich über Einstellungen – Account – Datenschutz abschalten. An derselben Stelle lässt sich auch die Sichtbarkeit des Profilbilds und der Statusmeldung einstellen. Standardmäßig kann jeder, der die Handynummer kennt, auch das zugehörige Profilbild sehen.

Eine WhatsApp-Gruppe kann aus maximal 100 Teilnehmern bestehen. Wird man einer Gruppe hinzugefügt, der auch Unbekannte angehören, sehen diese die eigene Telefonnummer – das verstößt gegen das deutsche Datenschutzgesetz. Dass man ungefragt zu Gruppen hinzugefügt wird, lässt sich nicht verhindern.

WhatsApp stellt auf seiner Website eine deutsche Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) zur Verfügung.

 
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