RSS
 

Archive for the ‘Politik’ Category

Die USA verabschieden sich vom Begriff des “radikalen Islam”

02 Okt
Die USA verabschieden sich vom Begriff des „radikalen Islam“. Regierung und Medien stehen in der Verantwortung, den richtigen Ton zu treffen.
In der jüngst veröffentlichten „National Security Strategy“, dem sicherheitspolitischen Standardwerk der US-Regierung, hat diese sich vollständig von Begriffen wie „radikaler Islam“ und „islamistischer Terrorismus“ verabschiedet. Das 55-seitige Dokument nennt den Islam gerade zweimal, aber nur, um zu betonen, dass man keinen Krieg gegen den Islam führe. Dieser Wandel in der Wortwahl hatte gegen Ende der Regierung Bush begonnen, Obama hat ihn konsequent weitergeführt.
In Großbritannien meidet die Regierung Begriffe wie Dschihad, Mudschaheddin, islamischer oder islamistischer Terrorismus oder auch nur Islam in Verbindung mit Al Qaida und Konsorten. Vielmehr wird Osama bin Ladens Truppe als Mörderbande porträtiert, die jeden zur Zielscheibe erklärt, der ihren Forderungen im Weg steht: Muslim, Christ, Jude oder Atheist. Dahinter stecken weder Political Correctness noch Schönfärberei. Obama hat erkannt:
Wer die Worte Islam und Terrorismus ständig verbindet, besorgt ungewollt das Geschäft der Extremisten.

Na guten Morgen, wann wird das die Merkel erkennen? Nach den Wahlen?

Wie das? Wenn Regierungen und Medien die Wortwahl der selbst ernannten Gotteskrieger im Kern übernehmen, legitimieren sie das Misstrauen der Nichtmuslime gegenüber den Muslimen. Dies soll laut Plan der Extremisten dazu führen, dass sich Muslime, mit Stereotypen und Vorurteilen überhäuft, von der Mehrheitsgesellschaft ab- und den Extremisten zuwenden. Natürlich sind all jene, die als Islamisten oder islamistische Terroristen bezeichnet werden, Muslime. Aber ist es deshalb klug, den Islam vor jede Gräueltat zu spannen, nur weil die Täter behaupten, im Namen dieser Religion zu handeln?
Der Islam mit seinen 1,3 Milliarden Gläubigen ist eine dezentrale und diversifizierte Religion ohne Oberhaupt und verbindlichen Regelkanon. Der Gläubige steht in direkter Verbindung zu Gott. Geistliche und Vorbeter helfen bei der Interpretation des Korans und der Worte und Handlungen des Propheten – bindend sind ihre Predigten und Fatwas nicht.
Warum sich Menschen Organisationen wie Al Qaida, Hisbollah oder Hamas anschließen, hat meist sehr weltliche Beweggründe. Machtstreben und Geltungssucht, die Zugehörigkeit zu einer elitären Gruppe, das bisherige Leben hinter sich lassen zu können, sich einzuordnen in ein großes Ganzes, sind einige davon. Bildungsmangel und Armut spielen meist keine Rolle, die Mehrheit der Extremisten entstammt der gesellschaftlichen Mittelschicht. Wenn sich die schiitische Hisbollah und die sunnitische Al Qaida gegenseitig als Ungläubige bezeichnen, macht dies deutlich, dass die Religion meist nur für persönliche oder politische Ziele benutzt wird.
Die hierzulande gebräuchliche Differenzierung zwischen Islam als Religion und Islamismus als politisch-religiöser Ideologie wird in den USA verworfen, weil die Öffentlichkeit Schwierigkeiten habe, die „akademische Unterscheidung von Islam und Islamismus“ nachzuvollziehen. Bei der Diskussion um die richtige Wortwahl geht es eben nicht nur darum, ob gewählte Begriffe politologisch korrekt sind. Wichtiger ist, ob sie geeignet sind, das Problem in einer Art und Weise zu beschreiben, die aufklärt und Muslime nicht abstößt. Der Islam wird in Deutschland fast durchweg abwertend dargestellt: beim Kopftuch, dem Patriarchat, den Zwangsheiraten, den sogenannten Ehrenmorden, dem Terrorismus. Dabei bleibt meist ungeklärt, was davon wirklich mit Religion zu tun hat. Was bleibt, ist die unterschwellige These, dass etwas nicht in Ordnung sei mit dem Islam, dass er nicht zu „uns“ passe. Die Unschuldsvermutung driftet ab zum Schuldverdacht.
Sprache bildet die Welt. Deshalb ist der Versuch, den Extremisten die religiöse Legitimation vorzuenthalten und sie als politisch motivierte Mörderbande zu entlarven, richtig. Regierung und Medien stehen in der Verantwortung, den richtigen Ton zu treffen. Auch in Deutschland.
 
No Comments

Posted in Politik

 

Stuxnet Virus verbreitet sich weiter

02 Okt

Das Computer Virus Stuxnet verbreitet sich weiter. nach Iran ist das Virus in Rechnern von Industrieanlagen in Indien, China, Pakistan und Indonesien auftauchte. Stuxnet wird gefürchtet, weil der Angreifer damit die Kontrolle über zentrale Systeme von Fabriken übernehmen und die Anlagen im schlimmsten Fall zerstören könnte. Da das Virus zunächst im Iran und dort auch in Atomanlagen auftauchte, schließen Experten eine Herkunft in Israel nicht aus. Peking beschuldigt dagegen die USA. In China sollen sechs Millionen Computer mit Stuxnet infiziert sein. Hoffentlich eskaliert das nicht indem sich jeder gegenseitig beschuldigt. Mal sehen ob es in Zukunft überhaupt raus kommen wird wer nun von dem Virus Stuxnet profitierte. Ich persönlich denke das Israel und die USA zusammen dahinter stecken könnten oder doch nur Israel alleine ? Wenn Sie USA oder USA nun schlau wäre würden die einfach sagen auch wir sind betroffen. Mal sehe wen es als nächstes erwischen wird.

 

Einladung zum Paradies

01 Okt

Viele haben sicherlich die Medien Hetze gegen den Verein Einladung zum Paradies mitbekommen. Ich kenne den Verein persönlich und weiss aus eigener Erfahrung das diese Jungs nicht wirklich Gewalt ausüben oder es ihren Mitglieder aufschwatzen möchten. Es sind nette Kerle, das Outfit kann einige Erschrecken, mich hat es auch erschreckt aber nach einem kurzem Gespräch habe ich bemerkt das diese Menschen nicht wirkliche Terroristen sind. Ja die sind in meinen Augen fanatisch und radikal – liebe Menschen.

 
No Comments

Posted in Politik

 

Steckt Israel hinter Stuxnet ?

01 Okt

Im biblischen Buch Esther wird erzählt, wie die Juden in Persien (dem heutigen Iran) durch die Klugheit der jüdischen Königin Esther vor der geplanten Vernichtung ihres Volkes bewahrt wurden. In den Codes des vielleicht ausgeklügeltsten Computervirus aller Zeiten, Stuxnet, der besonders den Iran und speziell dessen Atomare Anlagen befallen hat, taucht auffallend häufig das Wort “Myrtus” auf. Der Pflanzenname “Myrtus” auch “Myrtus-Aster” ist eine direkte Anspielung auf das Buch Esther. Ein Beweis für die Herkunft des Virus?

Die New York Times schreibt:

Es überrascht nicht, dass die Israelis keine Auskunft darüber geben, ob Stuxnet in irgend einer Verbindung mit der geheimen Cyberwar-Einheit innerhalb des israelischen Geheimdienstes steht. Genausowenig die Obama-Administration, die, was Cyber-Verteridigung angeht, auch schnell ein breit angelegtes Geheimprogramm ausgebaut hat, das sie von der Bush-Administration geerbt hatte, um das iranische Nuklearprogramm zu untergraben. In Interviews in verschiedenen Ländern erklären Experten des Cyberwar und der Kernkrafttechnologie einhellig, dass das Stuxnet-Geheimnis vielleicht nie aufgeklärt werden wird.

Was dem Iran mehr zu schaffen macht, als das Virus selbst, ist die psychologische Komponente, dass die Israelis möglicherweise die Macht haben, bis in innerste Herz ihrer Systeme und deren Steuerungen einzudringen. Dass Israel über jeden einzelnen ihrer geheimen Schritte Bescheid weiß, ist den Iranern schon länger klar.

 

Nato rüstet sich für Cyber-Kriege

01 Okt

Die Attacke des Computervirus‘ Stuxnet hat Regierungen weltweit alarmiert – jetzt stellt sich die Nato auf neue Cyber-Gefahren ein. Generalsekretär Rasmussen plant laut „Süddeutscher Zeitung“ eine Strategieänderung: Angriffe auf Computersysteme eines Nato-Staats sollen den Bündnisfall auslösen.

München – Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will den Bündnisfall ausweiten – und künftig auch Internetattacken dazu zählen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sieht das Rasmussens Entwurf für das neue strategische Konzept der Allianz vor. Es soll auf dem Nato-Gipfel im November in Lissabon verabschiedet werden. Demnach würden sich die Nato-Mitglieder in Zukunft nicht nur gegen militärische Angriffe, sondern auch gegen Attacken in der virtuellen Computerwelt gemeinsam verteidigen.

Rasmussen habe sein Papier Anfang der Woche an die Regierungen der 28 Mitgliedstaaten verschickt, die es bislang strikt unter Verschluss hielten. Wesentliche Inhalte wurden der Zeitung jedoch aus verschiedenen Quellen bekannt.

Demnach definiere Rasmussens Entwurf drei Kernaufgaben der Nato im 21. Jahrhundert:

* Die kollektive Verteidigung gemäß Artikel 5 des Nato-Vertrags,
* die Förderung von Stabilität weltweit
* und das Management von Krisen.

Artikel 5 des Nato-Vertrags legt fest, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Attacke auf das gesamte Bündnis betrachtet wird und gemeinsam abgewehrt wird.

Alarmiert durch Virus Stuxnet

Diesen sogenannten Bündnisfall hat die Nato bislang erst einmal ausgerufen, und zwar nach den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September 2001. Neben der bisherigen militärischen Bedrohung und dem Terrorismus nenne Rasmussen in dem Papier weitere Gefahren, denen das Bündnis mit Abschreckung und gemeinsamer Verteidigung begegnen soll.

Dazu zähle er vor allem die sogenannten Cyber-Attacken, also Angriffe auf die Computersysteme der Nato-Länder. Aber auch die Sicherheit der Energieversorgung einschließlich des Schutzes von Infrastruktur und Transportwegen sollte die Nato gewährleisten.

Vor wenigen Tagen hatte der neuartige Computerwurm Stuxnet weltweit für Aufregung gesorgt. Laut Computerexperten handelte es sich um einen hochgefährlichen Virus, der schwer zu bekämpfen ist. Die Regierung Irans erklärte zunächst, Atomanlagen des Landes seien von dem Wurm attackiert worden. Später sprach Teheran jedoch nur noch von einem „Propaganda-Trick des Westens“.

 

Gesetz gegen Internet-Betrug

28 Sep

Immer häufiger verschleiern windige Firmen die Kosten von Onlineangeboten. Internetleistungen wie z.B. Routenplaner werden als “kostenlos” angepriesen und schnell tappen ahnungslose Verbraucher unbemerkt in die Kostenfalle.

Deshalb will Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die dreisten Abzocker jetzt per Gesetz stoppen. “Künftig sollen Verbraucher mit einem deutlichen Warnbutton auf versteckte Kosten hingewiesen werden. Vor einer Bestellung muss der Nutzer mit einem Klick ausdrücklich bestätigen, dass er den Hinweis gesehen hat.”

Damit will die Ministerin erreichen, dass sich Verbraucher leichter gegen unberechtigte Zahlungsaufforderungen zur Wehr setzen können. Insgesamt werde die Transparenz im Internet verbessert.

Leutheusser-Schnarrenberger: “Unternehmer werden verpflichtet, den Verbraucher deutlich und gut erkennbar auf den Preis

 
 

Stuxnet-Wurm: Rätselraten um die Hintermänner

27 Sep

Neue Varianten des Computer-Schädlings aufgetaucht

Wer steckt hinter dem Stuxnet-Wurm, der allein in Iran 30.000 Rechner infizierte? Indizien deuten auf Geheimdienste oder Organisationen mit staatlicher Rückendeckung hin. Stuxnet läute die Ära des Cyberkrieges ein, sagen Experten.

Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Mit Stuxnet, jenem mysteriösen Computerschädling, der zurzeit weltweit für Aufsehen sorgt, sei „ein neues Zeitalter“ eingeläutet worden, warnt Eugene Kaspersky von der gleichnamigen russischen Antivirenfirma. „Die Neunziger Jahre waren die Dekade der Cybervandalen, die Zweitausender die der Cyberkriminellen“, so Kaspersky. „Ich befürchte, dass nun das Zeitalter der Cyberkriege und des Cyberterrorismus beginnt.“

Gezielte Sabotage

Kaspersky steht mit seiner Warnung nicht allein. Weltweit sind Computerspezialisten und Sicherheitsexperten zurzeit damit beschäftigt, das geheimnisvolle Schadprogramm, das sich über Windows-Betriebssysteme verbreitet und allein in Iran 30.000 Rechner befallen haben soll, zu analysieren. Einer von ihnen ist der Hamburger Ralph Langner.

Langner hat den Stuxnet-Schädling eingehend untersucht. Sein Fazit: Stuxnet sei ein hochkomplexes Programm, das die Steuerungssysteme von Industrieanlagen angreifen und gezielt sabotieren soll. Im Visier der unbekannten Stuxnet-Programmierer habe das iranische Atomprogramm gestanden. Stuxnet sei in Umlauf gebracht worden, um die Steuerungssysteme des Atomkraftwerks Buschehr zu sabotieren, so Langner.

Siemens-Software im Visier

Endgültige Beweise gibt es für diese These nicht. Fest steht bisher nur: Das Schadprogramm nutzte vier bis dato unbekannte und mittlerweile geschlossene Sicherheitslücken in Windows-Betriebssystemen, um sich Zugang zu Rechnersystemen zu verschaffen. Auf diesen Rechnern suchte es gezielt nach einer bestimmten Software der deutschen Firma Siemens.

Die Siemens-Steuerungsprogramme WinCC und PCS 7 überwachen automatisierte Betriebsabläufe in Kraftwerken, Chemiefabriken oder Raffinerien. Auch in iranischen Atomanlagen wird diese Software offenbar genutzt – trotz des strengen Embargos, das die EU über Iran verhängt hat. Danach dürfen strategisch wichtige Güter wie Computer oder Steuerungsanlagen nicht in Iran geliefert werden.

Siemens betont, dass das Unternehmen weder direkt noch indirekt am Bau von Kernkraftwerken in Iran beteiligt sei. Experten vermuten, dass es sich bei der verwendeten Siemens-Software um nicht lizenzierte, also illegale Kopien handelt. Ganz abgesehen von der Bedrohung durch Stuxnet sei es keine besonders beruhigende Vorstellung, dass Kernkraftwerke in Iran möglicherweise mit raubkopierter Software betrieben und gesteuert würden, meint Sicherheitsexperte Langner.

Ross und Reiter unbekannt

Wer Stuxnet programmiert und verbreitet hat, ist nicht bekannt. Experten wie Kaspersky vermuten jedoch, „dass Stuxnet von einem Team sehr gut ausgebildeter Fachkräfte entwickelt wurde, die über enorme Ressourcen und finanzielle Unterstützung verfügten“. Ein solches Profi-Programm könne nur programmieren, wer sich bestens mit Siemens-Steuerungsanlagen auskenne.

Die Stuxnet-Programmierer haben zudem vier bis dato völlig unbekannte Windows-Sicherheitslücken ausgenutzt. Solche Programmfehler findet man nicht alle Tage. Vieles spreche dafür, dass die Stuxnet-Verbreiter die Systemlücken nicht selbst entdeckt, sondern auf dem schwarzen Markt im Internet gekauft hätten, sagen Experten. Möglicher Kostenpunkt: mehrere Hunderttausend Euro.

Damit ihr Schädling sich unerkannt in betroffenen Systemen einnisten konnte, benutzte es zwei gestohlene Zertifikate. Solche Zertifikate dienen normalerweise dazu, bei der Installation von Programmen legitime von schädlicher Software zu unterscheiden. Auch die Verwendung dieser Zertifikate sei ein Indiz dafür, dass Stuxnet das Produkt von absoluten Profis sei.

Angriff „mehr oder weniger“ gestoppt

All diese Indizien würden darauf hindeuten, dass hier ein Geheimdienst oder eine andere Organisation, die mit staatlicher Rückendeckung gehandelt haben müsse, am Werk gewesen sei, meinen Experten. „Dieses Schadprogramm wurde nicht dazu konzipiert, Geld zu stehlen, Spam zu versenden oder persönliche Daten abzugreifen“, sagt Kaspersky. „Es wurde entwickelt, um Fabriken und industrielle Anlagen zu sabotieren.“

In Iran wird diese These aufgegriffen, passt sie doch hervorragend in die sonst übliche staatliche Propaganda. Stuxnet sei „Teil des elektronischen Krieges gegen Iran“, heißt es aus dem iranischen Industrieministerium. Man habe das Problem jedoch im Griff. Der Angriff sei „mehr oder weniger“ gestoppt. Derweil wurde bekannt, dass in Iran neue Varianten des Stuxnet-Schädlings aufgetaucht sind. „Wir überwachen und kontrollieren die Entwicklung des Virus“, erklärte der Vizechef der staatlichen Behörde für Kommunikationstechnologie.