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Archive for the ‘Kim Schmitz Dot Com’ Category

Megaupload-Comeback für Januar 2017 angekündigt

05 Aug

Anfang Juli hatte Kim Dotcom per Twitter angekündigt , dass er an einer neuen Version seiner File-Sharing-Plattform Megaupload arbeitet. Der verschlüsselte Cloud-Speicher war 2012 auf Anordnung der US-Regierung wegen Copyright-Verletzungen vom Netz genommen worden. Der Nachfolger Mega gehört jetzt einer chinesischen Firma, Dotcom ist dort nicht mehr involviert. Jetzt hat der in Neuseeland lebende deutsch-finnische Internetunternehmer weitere Details zu Megaupload 2.0 sowie einen Starttermin bekannt gegeben.

Einem entsprechenden Tweet zufolge soll Megaupload 2.0 am 20. Januar 2017 an den Start gehen. Der Service soll 100 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher bieten und auf allen Geräten des Nutzers synchronisiert werden können. Neben einer Webversion wird es also auch Apps geben. Zudem sollen die Daten verschlüsselt werden. Ein Limit für die Größe von Dateien wird es nicht geben. Pläne für ein mögliches Megaupload-Comeback hatte Dotcom schon im August 2015 angeteasert.

Zu den möglichen Funktionen für die Neuauflage des Filesharing-Dienstes soll laut Kim Dotcom eine White-Label-Option gehören, mit welcher der Service auf einer eigenen Domain genutzt werden kann – ebenfalls kostenlos. Darüber hinaus sollen Verschlüsselung und Anonymität auf ein neues Level gehoben werden. Dazu ein Statement in typischer Dotcom-Manier: „Ein Albtraum für alle, die massenhaft überwachen und zensieren wollen“.

Bitcache: Bitcoin-Wallet für Megaupload-Accounts

Bisher noch keine weiteren Details gibt es zu einem Dienst namens Bitcache, den Dotcom eher beiläufig erwähnte. Dabei könnte es sich, wie Kollege Abhimanyu Ghoshal bei The Next Web spekuliert , um eine Art Bitcoin-Wallet für den Megaupload-Account von Nutzern handeln. Dotcom wolle damit eine Lösung für die Blockchain-Beschränkungen der Bitcoin-Technologie liefern, genauer soll das Ganze aber im Januar erläutert werden.

Jedenfalls werde der Bitcoin-Kurs dank seiner Lösung im Jahr 2017 die Marke von 2.000 US-Dollar erreichen und sich damit knapp vervierfachen, meint Dotcom. Allerdings gilt abzuwarten, was Dotcom wirklich von seinen Vorstellungen umzusetzen im Stande ist, und ob die Projekte dann auch halten, was sie versprechen.

 

Kim Dotcom kann auf Teil seines Vermögens zugreifen

18 Mai

Vor einem halben Jahr bekannte Kim Dotcom (aka Kim Schmitz aka Kimble) noch, er sei pleite. Nun habe sich das Blatt gewendet, schreibt der Internetunternehmer in einem Tweet, er sei jetzt gesegnet mit neuem juristischen Beistand und Richtern, die auf Fairness achteten.

Damit dürfte sich der Wahl-Neuseeländer auf Richterin Patricia Courtney beziehen, die entschieden hat, dass er auf einen Teil seines eingefrorenen Vermögens zugreifen darf. So könne er seinen Lebensunterhalt bestreiten, der ihm monatlich 170.000 Neuseeland-Dollar (115.000 Euro) koste, wie Auckland Now berichtet.

Bisher hätten ihm und seiner Familie 20.000 Dollar monatlich zugestanden, doch habe das bei weitem nicht gereicht, um die Rechtskosten und das Anwesen zu betreiben und die Kinder satt zu bekommen, habe Dotcom in einer Anhörung gesagt. Seine Anwaltskosten hatte er im November 2014 auf 10 Millionen Dollar beziffert.

Dotcoms Vermögen, das demnach auf 11,8 Millionen Neuseeland-Dollar geschätzt wird, war 2012 beschlagnahmt worden, nachdem er festgenommen und sein Anwesen durchsucht worden war. US-Ankläger werfen dem Gründer der einstigen Tauschplattform Megaupload Copyrightverletzungen in großem Stil vor und haben seine Auslieferung beantragt.

Obdachlos sei er nur deshalb (noch) nicht, weil er seine Miete und andere Fixkosten für einige Zeit im Voraus gezahlt habe, sagte Dotcom kürzlich in einem Interview für die aktuelle c’t. Derweil arbeite er schon an seinem nächsten Projekt namens Meganet: „Dabei wollen wir Mobilgeräte zu einem alternativen Kommunikationsnetz verbinden – verschlüsselt, sodass keine Regierung mitlesen kann.“

 

Gegen Megaupload wurde Prism eingesetzt

11 Nov

Laut neuseeländischen Polizeiunterlagen wurde gegen die Betreiber von Megaupload mit Prism ermittelt. E-Mails wurden so überwacht und nach Suchbegriffen (Selectors) durchsucht.

Polizeidokumente über die Durchsuchung der Villa von Kim Dotcom belegen, dass die neuseeländische Polizei bei dem Vorgehen gegen Megaupload offenbar Zugang zu Prism-Daten hatte. Das berichten Keith Ng, der die Informationen in seinem Blog On Point online gestellt hat, und das australische Magazin ITNews.

Das Unified Targeting Tool (UTT) wird auf verschiedenen Folien zum Prism-Programm erwähnt und steht am Beginn eines Rechercheprozesses. In die Software muss der NSA-Mitarbeiter die Suchbegriffe (Selectors) eingeben. Nachdem das FBI die Rechtmäßigkeit der Abfrage geprüft und bestätigt hat, leitet UTT sie an das Tool Printaura weiter, das den Workflow der Abfrage steuert. In dem neuseeländischen Material ist auch von Selectors die Rede, mit dem die E-Mails des Megaupload Gründers Dotcom, seiner Frau Mona, und der Mitbegründer Bram van der Kolk und Sven Echternach durchsucht wurden. Auch die Bezeichnungen von E-Mail-Proxy-Servern, die die Überwachten genutzt hatten, finden sich in den Dokumenten.

Die Überwachungsdaten erhielt die OFCANZ (Organised and Financial Crime Agency of New Zealand) von dem neuseeländischen Geheimdienst GCSB (Government Communications Security Bureau).

Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden im Januar 2012 verhaftet und warten auf ein Auslieferungsverfahren. Dotcoms Villa wurde durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt und die Plattform Megaupload offline genommen. Dotcom ist auf Kaution frei, sein Vermögen wurde eingefroren und anschließend teilweise wieder freigegeben. Dem 40-Jährigen droht eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.

Ein neuseeländisches Gericht hat am 6. Dezember 2012 entschieden, dass Dotcom den GCSB und die Polizei auf Schadensersatz verklagen darf. Der GCSB musste Dotcom auch die Überwachungsprotokolle, die über ihn angefertigt wurden, aushändigen. Dies war illegal, denn der Geheimdienst darf keine neuseeländischen Bürger oder Menschen, die ihren Wohnsitz in dem Inselstaat im südlichen Pazifik haben, ausspionieren. Auch muss der GCSB seine Beteiligung an der Durchsuchung der Villa von Dotcom offenlegen.

 

Kim Schmitz Dotcom – Vermögen

11 Nov

Kim Schmitz Dot Com – Geschätztes Privatvermögen: 150 Millionen Euro

Kim Schmitz wurde 1974 in Kiel geboren und hat seinen Lebensmittelpunkt ganz nach Neuseeland verlagert, wo er als Internetunternehmer tätig ist. Er ist auch unter den Pseudonymen Kimble, Kim Tim Jim Vestor und Kim Dotcom bekannt. Immerhin handelt es sich bei Kim Dotcom um einen rechtskräftig verurteilten Straftäter, dessen kriminelle Karriere bereits in seiner Jugendzeit begann. Auch die unternehmerische Karriere von Kim Dotcom war von Beginn an gepflastert von unzähligen verprellten Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern.

Seine Kritiker halten ihm vor, dass er auch als verurteilter Krimineller wohl nichts dazugelernt hat. Als er 1994 mit den Nummern gestohlener Telefonkarten Handel betrieb, wurde Schmitz das erste Mal verhaftet. Zur damaligen Zeit betrieb er auch im Internet eine Plattform, die Mitgliedern Zugriff auf piraterierte Inhalte gewährte, selbstverständlich gegen Entgelt. Später im Jahre 2002 wurde Kim Dotcom im Zusammenhang mit Insiderhandel ein weiteres Mal rechtskräftig verurteilt. Kim Dotcom ist ein Zeitgenosse, der sich vor allem auf seine perfekte Inszenierung versteht und den ausschweifenden Luxus liebt. Mit seinen Internetseiten Megavideo und Megaupload, zeitweise eine der meistbesuchten Webseiten, wurde Kim Dotcom ein reicher Mann. Die Gewinne wurden vor allem erwirtschaftet durch den Verkauf von Premium-Zugängen zu Inhalten, deren Urheber allerdings nicht an Gewinnen beteiligt wurden.

Mittlerweile sind die Plattformen aus dem Netz verschwunden und im Zuge der Ermittlungen stürmten sogar Fahnder des FBI das neuseeländische Anwesen des Internetunternehmers. Auch als Hacker hat sich Kim Dotcom in der Szene einen zweifelhaften Ruf erworben. Das Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Megaupload ist zurzeit anhängig und noch nicht rechtskräftig abgeschlossen, im Falle einer Verurteilung drohen Kim Dotcom bis zu 20 Jahre Gefängnis. Privat ist Kim Dotcom in zweiter Ehe verheiratet und Vater von fünf Kindern.

 

Zu Besuch bei Kim Schmitz

10 Nov

Heute auf RTL. In „Jenke – Ich bleibe über Nacht!“ besucht der RTL-Reporter außergewöhnliche Menschen in ihrem privaten Umfeld. Jenkes Ziel ist es dabei stets, auch „über Nacht“ zu bleiben. In der Pilotfolge klopft er bei dem umstrittenen Internet-Unternehmer Kim Dotcom an, der in Neuseeland mit Familie ein 30-Millionen-Anwesen bewohnt.

Der 39-Jährige Kim Schmitz sorgte vor 20 Jahren als Hacker zum ersten Mal für Schlagzeilen. Es folgte eine Zeit, in der er sich als Star der New Economy inszenierte und mit protzigen Partys feiern ließ, Vorstrafen und Untersuchungshaft inklusive. In Deutschland wurde er wegen illegaler Aktiengeschäfte verurteilt und bekam dafür 20 Monate auf Bewährung.

Danach wurde es eine Zeit lang stiller um ihn, bis im Januar 2012 Bilder einer Razzia auf seinem Grundstück um die Welt gingen. Auf seiner Internetplattform Megaupload sollen Raubkopien von Filmen und Musik gespeichert und geteilt worden sein. Den Inhabern der Urheberrechte soll dadurch ein Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar entstanden sein. Noch immer wird ermittelt, Kim Dotcom darf Neuseeland nicht verlassen. Die USA beschuldigen ihn der massenhaften Verbreitung von Raubkopien, das FBI und die US-Justizbehörden würden zu gerne seine Auslieferung erwirken.

 

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Das Internet ist Filesharing

23 Jan

Der soziale Wert von Twitter liegt auch darin, ein Ort für kleine, beinahe egale Gedanken zu sein – ein Blick in tausend Köpfe und die dazu gehörenden, früher verborgenen Alltagsempfindungen. So kam es, dass Twitternutzer @einFluff ganz nebenbei etwas an der Art bemerkte, wie sich die neue Cloud-Plattform Mega („The Privacy Company“) präsentiert: „Das ist doch Absicht dass man sich bei MEGA immer verliest… The Privacy Company und The Piracy Company“.

Der vielbesprochene Mann dahinter, Kim Dotcom, agierte bisher halb- bis drittelseiden. Seine Geschichte und seine Art, öffentlich als er selbst aufzutreten, erschweren es bis nah an die Unmöglichkeit, Mega unvoreingenommen zu betrachten. Und doch lohnt es sich. Der Grund dafür liegt exakt in der eventuell beabsichtigten Verwechselbarkeit von „Privacy“ und „Piracy“. Die Filesharing-Plattform Mega verbindet diese Pole unauflösbar. Genauer gesagt enthüllt sie die unauflösbare Verbindung zwischen den beiden. Denn Mega treibt die technischen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung auf die Spitze, indem es ausschließlich durch den Nutzer verschlüsselte Daten transportiert. Neben dem Absender sind Empfänger nur durch die Kenntnis eines bisher nicht knackbaren Zahlenschlüssels in der Lage, die geteilten Inhalte zu decodieren. Filesharing wird damit offiziell zu einer Frage der Kryptografie. Jede Kontrolle durch die Plattform entfällt – sie ist derzeit technisch nicht praktikabel.

Zum Vorschein kommt eine Tatsache, die für die Inhalteindustrie außerordentlich schmerzhaft ist: Im Internet in seiner heutigen Form lässt sich Filesharing nicht verhindern. Das ginge nur, indem ein anderes Netz geschaffen würde. Ein Netz, in dem jedes bewegte Bit kontrolliert werden kann, also eines ohne Privatsphäre. Der Start von Mega heißt daher in der Lesart der traditionell aggressiv lobbyierenden Inhalteindustrie der USA fatalerweise: Privacy gleich Piracy. Damit glaubt eine politisch und medial große Macht spätestens seit dem 19. Januar 2013 auf die Abschaffung der digitalen Privatsphäre hinarbeiten zu müssen. Das ist zwar ein katastrophaler Fehlschluss und vermutlich menschenrechtswidrig. Aber wie überradikalisiert die Atmosphäre rund um Urheberrechte ist, ließ sich zuletzt am Fall Aaron Swartz erkennen. Für das Eindringen in ein Netzwerk und das bloße Kopieren wissenschaftlicher Artikel drohte ihm potentiell eine Gefängnisstrafe von mehr als fünfzig Jahren.

Mit der Cloud ist das Internet Filesharing

Je nach Perspektive wird an der Abschaffung der digitalen Privatsphäre im Netz bereits gearbeitet. Eine vom EU-Parlament in Auftrag gegebene Studie wies Ende 2012 darauf hin, dass private Daten auf US-Servern allen EU-Bestimmungen zum Trotz stets als den Behörden zugänglich betrachtet werden sollten. Die Begründung dafür ist Terrorismusbekämpfung. Aber die Erfahrung zeigt, dass einmal bestehende Ermittlungsinstrumente solcher Art schnell schrotgewehrhaft zum Einsatz kommen. Ohnehin sind Cloud-Anbieter unter höchsten Druck der Inhalteindustrie geraten. Dropbox, das weiße Geschwisterlämmchen des vermeintlich schwarzen Schafs Mega, reduzierte deshalb im Oktober 2012 seine öffentliche Sharing-Funktion auf ein Minimum.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagte die Dropbox-Vizepräsidentin Ruchi Sanghvi, auf illegales Filesharing angesprochen, einen verräterischen Satz: „Unsere Nutzer machen so etwas nicht.“ Schon die trotzig ironische Art einiger Internetnutzer dürfte dazu führen, dass diese Mischung aus Vermutung und Hoffnung eine self-destructing prophecy werden könnte. Aber das Zitat offenbart, dass der einzige substantielle Unterschied zwischen illegalen Filesharing-Plattformen und beliebigen Cloud-Unternehmen von Google und Dropbox bis Microsoft und Strato die Art der Nutzung ist. Mit der Cloud geschieht Filesharing nicht mehr irgendwo im Internet – mit der Cloud ist das Internet Filesharing. Der Rest ist eine juristische Definitionsfrage, und der Antwort darauf steht nur die Privatsphäre im Weg.

Als Reaktion auf Kim Dotcoms Plattform – die selbstverständlich, aber unverhinderbar auch für illegales Filesharing genutzt werden wird – wird die Inhalteindustrie deshalb kurzschlusshaft auf ein Verbot von hochsicherer Verschlüsselung und digitaler Anonymität drängen. In Behörden, denen für sie selbst unknackbare Kryptografie ohnehin nicht behagt, werden solche Ideen gern genommen. Mega ist deshalb gerade wegen des legalen Geschäftsmodells eine Nagelprobe für die Inhalteindustrie, wie weit sie in ihrem Kampf gehen wird. Leider neigt diese Industrie dazu, ein paar Meter neben einer weit offenen Tür mit dem Kopf durch die Wand zu brechen. Und zwar mit dem Kopf der Internetnutzer. Denn natürlich gäbe es eine funktionierende Lösung für das tatsächlich vorhandene Problem, das gewöhnlich als Piraterie bezeichnet wird. Ironischerweise hat gerade die Megahupe Kim Dotcom selbst vor einigen Tagen darauf hingewiesen – auf Twitter, in weniger als 140 Zeichen:

„Wie man Piraterie stoppt:

1 großartige Inhalte schaffen

2 den Kauf so einfach wie möglich machen

3 weltweite Veröffentlichung am gleichen Tag

4 fairer Preis

5 auf jedem Gerät abspielbar“

Selbst, wenn ein Hollywoodstudio eine sanft differierende Auffassung über die Höhe eines „fairen Preises“ haben dürfte als etwa ein Fünfzehnjähriger am anderen Ende der Welt, und trotz aller Schmierlappigkeit – dieses Rezept würde funktionieren. Denn es schwimmt mit dem Flow des Internet statt dagegen. Das ist das Ärgerliche an dieser Einrichtung namens Realität: Manchmal haben auch Leute recht, die man nicht mag.

tl;dr

Mit dem Start der Plattform Mega wird der Kampf um das Urheberrecht endgültig auf dem Feld der Privatsphäre geführt. Am Ende verlieren alle.

 

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Internet-Tauschbörse: Kim Dotcom auf Kaution aus U-Haft entlassen

22 Feb

Kim Dotcom auf Kaution aus U-Haft entlassen

Gründer von Megaupload kann nun zuhause auf die Entscheidung über eine Auslieferung an die USA warten. Internet darf er nicht nutzen.

Auf Kaution freigekommen: Megaupload-Gründer Kim Dotcom
Foto: dpa/DPA

Wellington.
Kim Dotcom wurde vor gut einem Monat festgenommen und ist vorerst wieder auf
freiem Fuß. Gegen Kaution kam er aus der Untersuchungshaft frei. Bei der
Anhörung vor einem Gericht in Auckland hatte der Richter am Mittwoch keine
besondere Fluchtgefahr erkennen können. Über eine Auslieferung in die USA,
wo ihm massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden, will das
Gericht erst im August beraten.

„Es macht den Anschein, als habe er allen Grund hierzubleiben, mit seiner
Familie zusammen zu sein und darum zu kämpfen, sein erhebliches Vermögen zu
behalten“, sagte Richter Nevin Dawson am Mittwoch zu einer Fluchtgefahr des
Deutschen. Zu den gegen Dotcom verhängten Auflagen gehört, dass er bis auf
weiteres weder das Internet noch Hubschrauber benutz darf und sich nicht
unangemeldet mehr als 80 Kilometer (50 Meilen) von seinem Anwesen nördlich
von Auckland entfernen kann. Zunächst hatte anderer Richter eine Freilassung
auf Kaution abgelehnt, da Fluchtgefahr bestehe.

+++Megaupload
Betreiber: Neuer Ärger für Kim Dotcom+++

+++Kim
Schmitz verbarrikadierte sich vor der Festnahme+++

„Ich bin einfach nur erleichtert, dass ich nach Hause gehen kann zu meinen
drei Kindern und meiner schwangeren Frau“, sagte Dotcom nach seiner
Freilassung in die Fernsehkameras. Mehr könne er im Moment nicht sagen. „Ich
will einfach nur nach Hause“, wiederholte er. Die Summe der Kaution blieb
unbekannt. Unklar ist auch, wer die Kaution hinterlegt hat oder ob sie aus
dem beschlagnahmten Vermögen von Dotcom gestellt wird.

Kim Dotcom wurde 1974 als Kim Schmitz in Kiel geboren. Er besitzt neben der
deutschen auch die finnische Staatsbürgerschaft. In der deutschen
Hacker-Szene war Schmitz in den neunziger Jahren eine äußerst umstrittene
Figur. Ihm wurde vorgehalten, selbst über keine besonderen technischen
Fähigkeiten zu verfügen, sich mit Taten von anderen Hackern zu brüsten und
allein auf den eigenen Vorteil bedacht gewesen zu sein. Als
Internet-Unternehmer in der Dotcom-Ära wurde Schmitz im Mai 2002 vom
Amtsgericht München zu einer Bewährungsstrafe wegen Insiderhandels
verurteilt. Danach zog er nach Hongkong und im Jahr 2010 unter seinem neuen
Namen nach Neuseeland.

Im aktuellen Verfahren in Neuseeland soll vom 20 August an am gleichen
Gericht, aber vor einem anderen Richter über eine Auslieferung in die USA
verhandelt werden. Die Anhörung werde voraussichtlich drei Wochen dauern.
Drei Mitarbeiter des 38-Jährigen waren schon zuvor gegen Kaution aus der
Untersuchungshaft freigekommen, darunter zwei weitere Deutsche. Die vier
waren am 20. Januar auf Antrag der US-Behörden von der neuseeländischen
Polizei wegen Internet-Piraterie festgenommen worden.

Die USA fordern eine Auslieferung der Megaupload-Verantwortlichen. Sie werfen
ihnen vor, die inzwischen dichtgemachte Plattform zu einem der größten
Umschlagplätze für illegale Kopien von Filmen und Musik gemacht zu haben.
Den Rechteinhabern sei so ein Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar
entstanden. Erst am Wochenende legten die US-Behörden mit weiteren Vorwürfen
nach. Die Beschuldigten weisen die Anschuldigungen zurück.

Megaupload war eine Online-Speicherplattform für alle Arten von Dateien. Wer
zum Beispiel eine Video hochlud, bekam einen Link, mit dem es abrufbar war.
Dieser Mechanismus wurde vielfach für die Verbreitung illegaler Kopien neuer
Kinofilme oder Musikalben genutzt. Dotcom und seine Manager behaupten,
ähnlich der Google-Videodienst YouTube die üblichen Maßnahmen gegen
Missbrauch und Online-Piraterie ergriffen zu haben. Die US-Ermittler werfen
den Megaupload-Betreibern hingegen vor, die Praxis nicht nur toleriert,
sondern auch begünstigt und davon profitiert zu haben. Sie schätzen in der
Anklage den illegalen Verdienst von Megaupload auf 175 Millionen Dollar,
Dotcom soll mit 42 Millionen am meisten profitiert haben.

Dotcom wird es auf seinem Luxus-Anwesen in den kommenden Monaten weniger
bequem haben als gewohnt: Die neuseeländischen Behörden hatten nach der
Festnahme in großem Stil sein Vermögen beschlagnahmt, darunter den Fuhrpark
mit vielen Mercedes-Wagen.

(dpa)

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