eBank.liAnonyme Domains und anonymer WebspaceHokuspokus Fidibus! Wie schnell sich Bargeld in Luft auflöst, erlebte jetzt ein 35-jähriger Kaufmann, der auf einen Trickbetrüger aus Benin, bekannt als Voodoo-Land, reinfiel.

Die irre Geschichte um 85 Millionen Euro, eine Zementfabrik und einen Koffer „Schwarzgeld“ beginnt am Flughafen Köln/Bonn … Hier traf sich der Kaufmann mit einem „Herrn Mboma“. Beide hatten sich im Internet auf der globalen Handelsplattform „Alibaba“ kennengelernt.

Mboma gab vor, eine Zementfabrik für seinen afrikanischen Küstenstaat kaufen zu wollen. Der 35-Jährige trat als Vermittler auf und hoffte auf Anzahlung und seine satte Provision.

In einem Leverkusener Hotel ging es weiter: Der redegewandte Mboma tischte päckchenweise schwarze Papierbündel und dazu Lügen auf: Das schwarze Papier wären gefärbte Euros, quasi als Diebstahlsicherung. Gepackt in Folie mit Watte, Pulver und Tinktur würde sich unter Druck die Farbe lösen. Man müsse nur einen Originalschein dazwischen legen…

Der Kaufmann zückte einen Fünfziger – und wenig später zauberte Herr Mboma drei Fünfziger aus dem aufquellenden Bündel. Der Kaufmann war begeistert, marschierte sofort zur Bank und holte zehn Fünfhunderter! Um daraus nach und nach viele, viele Tausende Euro und daraus – ja, man glaubt es kaum – die Millionenanzahlung zu leisten.

Mboma zeigte sich zufrieden, legte die 5000 Euro in das Bündel und stellte – der Druck müsse ja groß sein – noch den Hotelfernseher drauf! Dann verließen beide kurzdas Zimmer – und Herr Mboma ließ sich kurz entschuldigen …

Und was passierte? Als der Kaufmann zurückkam, war das Geld weg. Und „Herr Mboma“ auch. Polizeisprecher Christoph Gilles: „Auf diesen »Wash-Wash-Trick« fallen besonders Leute rein, die viel mit Geld zu tun haben. Eigentlich unglaublich, aber wahr.“