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Das Problem der gefälschten Markenshops im Internet

20 Mai

In gefälschten Online-Shops locken Betrüger mit Schnäppchenpreisen. Die Ware wird per Vorkasse gezahlt und kommt nie. Die sogenannten Fake-Shops sind ein zunehmendes Problem im Internet.

Diesmal hat es Vorwerk erwischt. Das Wuppertaler Familienunternehmen warnt auf seiner Website gleich vor elf Online-Shops mit Internetadressen wie „vorwerk-Thermomix-gmbh.com“.

Es seien „Fake-Shops“, mit denen Internetpiraten versuchen, den guten Ruf des Unternehmens zu nutzen, um Verbraucher um ihr Geld zu betrügen. So heißt es bei Vorwerk.

Die Masche ist einfach: Einer der größten Verkaufsschlager von Vorwerk, die Edel-Küchenmaschine Thermomix mit einem regulären Verkaufspreis von 1199 Euro, wird auf den Seiten der Betrüger – gegen Vorkasse – ein paar hundert Euro billiger angeboten. Doch wer zahlt, bekommt weder das versprochene Produkt noch sieht er sein Geld wieder.
Die Fälscher werden immer mehr

Doch ist dies beileibe kein Einzelfall. „Es ist ein zunehmendes Problem“, sagt Peter Gretenkord vom Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM). Die Betrüger profitierten von der wachsenden Selbstverständlichkeit des Online-Einkaufs. „Wenn man einen ‚Fake-Shop‘ schließt, macht der Nächste auf“, berichtet Gretenkord. Ohnehin sei das Abschalten der Internetseiten „nicht so einfach wie man sich das wünschen würde“. Schließlich stünden die Server oft im Ausland.

Die „Watchlist Internet“ des österreichischen Internet Ombudsmanns listet inzwischen über 300 betrügerische Online-Läden auf. Häufig geht es um Elektroartikel. Doch gibt es auch „Fake-Shops“ für Kaffeemaschinen oder für Muskelaufbaupräparate und sogar für falsche Internet-Apotheken. „Sie sind teilweise Kopien real existierender Websites, wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen“, hießt es bei der deutschen Polizei zum Thema.

Auch im Fall Vorwerk bedienten sich die Betrüger dreist auf der Internetseite des Familienunternehmens und kopierten Firmenlogo, Markenzeichen und sogar das Impressum. Vorwerk hat inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gestellt. Die meisten der Internet-Seiten sind nicht mehr zu erreichen.

Doch ob die Straftäter zu ermitteln sind, ist zweifelhaft. Die Domains der „Fake-Shops“ wurden nach Angaben von Vorwerk allesamt unter Nutzung eines Anonymisierungsdienstes angemeldet.
Meist bleiben die Täter unerkannt

„Die Ermittlungen in der Anonymität des Internets stellen oft unlösbare Herausforderungen dar“, weiß die Göttinger Schwerpunkstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

Zwar konnten die Spezialfahnder im vergangenen Jahr zwei Berliner Betrüger fassen, die im Internet Kaffeevollautomaten, Elektronikartikel, Motorroller, Spielkonsolen und Smartphones scheinbar zu konkurrenzlos günstigen Preisen anboten, Geld kassierten, aber nie lieferten. Doch mussten die Behörden gleichzeitig einräumen, dass in etlichen anderen ähnlich gelagerten Fällen die Täter unbekannt geblieben seien.

Umso wichtiger ist es, dass die Verbraucher selbst beim Online-Einkauf vorsichtig sind. Experten raten, sich bei Shops, die man zum ersten Mal nutzt, vor dem Kauf über den Anbieter zu informieren, bei sehr günstigen Preisen skeptisch zu sein und möglichst keine Waren im Voraus per Banküberweisung oder über Bargeldtransferdienste zu bezahlen.

 
 

Messenger-App „Alrawi“ Terroristen nutzen eigenen Messenger

19 Jan

Bis jetzt dachten wir, dass die Terrormiliz IS im Grunde wie wir kommuniziert, nämlich über Twitter, Whatsapp und Telegram. Offenbar hat der Islamische Staat aber auch eine eigene Messenger-App entwickelt. „Alrawi“ taucht natürlich nicht im Google Play Store auf. Sie müsse über verschlungene Wege von einer inzwischen nicht mehr existenten Webseite heruntergeladen werden, berichtet die Gruppe Ghost Security, die aus dem Hacker-Kollektiv Anonymous hervorgegangen ist.

Terror macht Angst. Und Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst führt häufig zu Kontrolle, zu verzweifelten Reaktionen, zu Überwachung. Den Terror (und die Angst davor) führen Sicherheitsbehörden als Grund für Eingriffe in die Freiheit des Einzelnen an. Ein Beispiel: die Vorratsdatenspeicherung.

Nach den Terroranschlägen von Paris forderte unter anderem die CIA ziemlich laut, Hintertüren in Software einzubauen und Verschlüsselungsstandards zu lockern, um die Kommunikation von Terroristen mitzuverfolgen – und die von unbescholtenen Bürgern.

Wie absurd diese Haltung ist, zeigt die IS-App: Wenn sich die Geheimdienste Hintertüren schaffen, bauen sich die Terroristen einfach eine neue, eigene verschlüsselte App. Sie, ich und große Teile der westlichen Bevölkerung würden natürlich weiter über unsichere Kanäle kommunizieren und ausgespäht werden können. Wegen der Terrorgefahr.

 

Google baut ein Tablet

12 Dez

Das Google-Tablet ist in jeder Hinsicht ein Oberklasse-Gerät. Das spürt man schon, wenn man es aus seinem Karton holt. Das Aluminiumgehäuse sieht nicht nur sehr schick und hochwertig aus, es fühlt sich auch so an. Die Verarbeitung ist tadellos, Lautstärke-Taste und Einschalter sitzen perfekt. Hier ist das Pixel C durchaus auf iPad-Niveau. Das 10,2 Zoll große Display ist mit einer Pixeldichte von 308 ppi sogar schärfer als der Bildschirm des Apple-Kontrahenten. Die Farben wirken kräftig und natürlich, die Kontraste sind scharf und die Blickwinkel-Stabilität vorbildlich. Das LCD kann auch schön hell leuchten, allerdings spiegelt das Glas sehr stark, was im Freien die Freude an dem klasse Display etwas trübt.

Der Prozessor des Google Pixel C ist Nvidias Tegra X1 in der 4-Kern-Version, der wie schon der Tegra K1 mit einer Maxwell-GPU grafische Höchstleistungen ermöglichen soll. Der Arbeitsspeicher des Tablets ist 3 Gigabyte groß. Im Test war das Pixel C durch keine App in Verlegenheit zu bringen, auch die aufwändigsten Spiele im Play Store bringen das Tablet nicht zum Stottern. Die Benchmark-Ergebnisse sind stark, aber nicht sensationell. In Geekbench 3 erzielte ein einzelner Kern des Tegra X1 rund 1450 Punkte, im Verbund kamen die vier Kerne auf etwa 4300 Punkte. Zum Vergleich: Das iPad Air 2 erreichte im Single-Core-Vergleich rund 1800 Punkte, den Multi-Core-Benchmark absolvierte es mit etwa 4500 Punkten. Im populären Android-Benchmark Antutu musste sich das Google-Tablet nur Huaweis neuem Phablet Mate 8 geschlagen geben.

Kaum leistungsbedingt können ein paar eigenartige Aussetzer sein, die sich das Gerät im Test geleistet hat: Sehr selten, aber nicht nur einmal hat der Touchscreen eine Berührung einfach ignoriert und erst beim zweiten Tipper reagiert. Dabei dürfte es sich um ein Software-problem handeln, das durch ein Update behoben werden kann.

Um die Akku-Laufzeit fair beurteilen zu können, war die Testdauer viel zu knapp. Die mit 32,4 Wattstunden (9000 Milliamperestunden) recht potente Batterie macht aber bisher einen durchaus ordentlichen Eindruck. Laut Google soll das Pixel C mehr als 10 Stunden durchhalten und damit auf Augenhöhe mit den iPads liegen. Praktisches Detail: Über den USB-C-Eingang des Pixel C können Smartphones geladen werden – nicht nur Android-Geräte, auch das zuvor getestete Lumia 950 XL durfte am Google-Tablet tanken. Weniger praktisch und etwas enttäuschend ist, dass das Pixel C keinen Einsteck-Platz für microSD-Karten hat – schließlich werden sie unter Android 6 endlich als echte Speichererweiterung akzeptiert. So haben Käufer nur die Wahl zwischen 32- und 64-Gigabyte-Modell.

Über die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite muss man nicht viele Worte verlieren. Sie ist für Schnappschüsse zu gebrauchen, mehr aber auch nicht – und das reicht bei einem Tablet völlig aus. Wichtiger ist bei solchen Geräten die Frontkamera für Videochats. Die ist beim Pixel C nicht schlecht, es gibt allerdings Tablets und Smartphones, die beim Skypen schönere Bilder liefern. Die beiden seitlichen Lautsprecher sind ebenfalls okay, optisch versprechen sie aber mehr als sie akustisch letztendlich bieten.

So weit so gut. Doch das Pixel C nur als gewöhnliches Tablet zu nutzen, ist eigentlich nicht das, was Google sich für seinen ersten Eigenbau wünscht. Außergewöhnlich wird das Pixel C erst in Verbindung mit der passenden Tastatur, die zusammen mit dem Pixel C entwickelt wurde und daher ein perfektes Zusammenspiel garantieren soll. Das ist Google tatsächlich gelungen. Für den Transport „klebt“ das Keyboard auf dem Display ziemlich fest an. Möchte man schreiben, zieht man das Pixel C ab und heftet es an der Magnetleiste an, die gleichzeitig ein stufenlos verstellbarer Standfuß ist. Die beiden Geräte koppeln sich automatisch via Bluetooth, nur beim ersten Mal muss die Verbindung eingerichtet werden. Liegt das Keyboard auf dem Display, wird es kabellos geladen.

Im Einsatz steht das Duo auch mit weit nach hinten gelehntem Tablet stabil auf dem Tisch. Das erreicht Google nicht nur durch eine ideale Platzierung der Halterung, sondern auch durch eine mit knapp 400 Gramm ziemlich schwere Tastatur. Notfalls lässt sich so sogar auf dem Schoß tippen, auch wenn der Schreib-Komfort nicht mit dem eines Notebooks vergleichbar ist. Das Keyboard selbst überzeugt durch klar definierte Anschläge und viel Platz zwischen den Tasten und fühlt sich ebenso hochwertig wie das Tablet an. Es fehlt allerdings ein Touchpad, das in vielen Fällen praktischer wäre als den Touchscreen zu nutzen.

Als Betriebssystem kommt Android 6 zum Einsatz und wie Nexus-Geräte erhält auch das Pixel C Aktualisierungen kurz nachdem sie Google veröffentlicht hat. Bisher hat Google aber noch kein Update herausgebracht, das das Betriebssystem für Tablets attraktiver macht. Vor allem fehlt es an speziellen Funktionen und angepassten Apps für große Displays. Laut „9to5Google“ plant das Unternehmen aber, schon bald via Update einen geteilten Bildschirm zu ermöglichen und kontinuierlich weitere Tablet-Verbesserungen zu liefern.

Das Pixel C kostet mit 32 Gigabyte internem Speicher rund 500 Euro, als 64-Gigabyte-Modell knapp 600 Euro, für die Tastatur sind 170 Euro fällig. Das ist viel Geld, aber Käufer bekommen dafür immerhin eine der besten Android-Tablet-Tastatur-Kombinationen, die derzeit angeboten werden. Als Tablet alleine betrachtet bietet das Pixel C zwar auch eine starke Hardware, wirkt aber etwas unvollkommen. Wenn Google wirklich zeigen möchte, wie das perfekte Android-Tablet aussehen sollte, muss es noch etwas zulegen.

 

Fünf Tipps für flotte Android-Smartphones

04 Aug

Auch der flotteste Androide wird mit der Zeit langsamer. Bevor man zum letzten Mittel greift, und das Gerat auf die Werkseinstellungen zurücksetzt, gibt es noch ein paar einfachere Tricks zur Leistungssteigerung.

Beim Kauf Spitzengeschwindigkeiten, nach einigen Monaten und etlichen Programminstallationen lahmt das einst so flotte Telefon. Das Problem trifft viele Besitzer von Android-Smartphones. Doch gegen Datenmüll und Ressourcenfresser gibt es einige Hilfsmittel.

Aktuelles System:

Die jeweils aktuellste Version des Betriebssystem kann das Telefon beschleunigen. Neben neuen Funktionen erhalten die Updates häufig auch Fehlerkorrekturen und Optimierungen, berichtet das Telekommunikationsportal „teltarif.de“. Nach Updates können Android-Besitzer in den Einstellungen beim Unterpunkt „Geräteinformationen“ aufrufen. Allerdings werden viele ältere Geräte und Sparmodelle häufig nicht mit Updates versorgt.

Schlanker Startbildschirm:

Wer etwa aufwendige Widgets und Live-Hintergründe auf dem Startbildschirm vermeidet, spart Rechenleistung. Deswegen sollte die Zahl der Widgets auf ein MinimumGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! reduziert werden. Von mehr als drei verschiedenen Homescreens raten die Experten ab.

Apps aufräumen:

Je nach Hersteller werden Android-Smartphones mit zahlreichen vorinstallierten Apps ausgeliefert. Diese „Bloatware“ lässt sich häufig nicht deinstallieren. Unnütze Apps lassen sich aber im Anwendungsmanager deaktivieren. Dann verbrauchen sie außer dem Speicherplatz keine Ressourcen mehr. Wenn möglich, sollten unnütze Programme aber komplett gelöscht werden.

Seltener synchronisieren:

Viele Apps rufen im Hintergrund Informationen ab. Das wirkt sich auf Akkulaufzeit und Leistung aus. In den Konteneinstellungen lässt sich das Synchronisationsintervall einstellen. Eine Reduzierung der Häufigkeit kann zu mehr Leistung führen. Ganz abschalten sollte man die Synchronisierung nicht, da manche Apps ohne nicht richtig funktionieren.

Datenmüll entrümpeln:

Um Systemprozesse zu beschleunigen, werden zahlreiche Daten im Zwischenspeicher abgelegt. Leert man diesen Cache nicht regelmäßig, sammelt sich dort unnötiger Datenmüll an. Im Anwendungsmanager kann der Cache für jede einzelne App gelöscht werden.

 

Gefährliche PDF-Links in Google-Ergebnislisten

27 Jul

Surfer sollten bei Google-Ergebnissen derzeit nicht vorschnell auf Links klicken, die vermeintlich zu PDF-Dateien führen. Denn dabei könne es sich um manipulierte Dateien handeln, die sich aber gar nicht öffnen, sondern den Nutzer auf infizierte Webseiten weiterleiten.

Betroffen sind auch und vor allem Suchergebnisse auf den vorderen Plätzen, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Ein Warnhinweis für Nutzer kann es sein, wenn der angerissene Inhalt des jeweiligen PDF-Dokuments und die über die Link-Adresse identifizierbare Webseite thematisch überhaupt nichts mit dem Suchbegriff zu tun haben.

 
 

WhatsApp-Update bringt Freunde zum Schweigen

26 Jul

Das Update mit der Versionsnummer 2.12.194 wird derzeit noch als Beta ausgeliefert. Es erlaubt einem Nutzer, einzelne Kontakte in WhatsApp stumm zu schalten. Bisher war das nur für komplette Gruppen-Chats möglich. Schaltet der Nutzer eine Person stumm, kann er dafür eine Dauer von „8 Stunden“, „1 Woche“ oder sogar „1 Jahr“ wählen. So lange kommen von diesem Kontakt keine Nachrichten mehr durch.

Der Nutzer kann sich optional aber auch Hinweise schicken lassen, wenn der stumm geschaltete Kontakt etwas gesendet hat. Unklar ist, ob dem betroffenen Kontakt mitgeteilt wird, dass er stumm geschaltet wurde.

Benachrichtigung einzeln anpassen

Neu ist auch, dass sich jeder Kontakt nun mit eigenen Hinweistönen belegen lässt. Auch die Vibrationsdauer und der Klingelton für Anrufe ist für jeden Kontakt einzeln wählbar.

Zusätzlich kann der Nutzer auch die Popup-Benachrichtigung anpassen und – falls imSmartphone eingebaut – sogar die Farbe des Lichtsignals der Benachrichtigungs-LED einstellen.

WhatsApp-Nachrichten als ungelesen markieren

WhatsApp erlaubt mit dem Update, eine bereits gelesene Nachricht wieder als ungelesen zu markieren. Das mag nützlich sein, wenn sich der Nutzer damit beispielsweise daran erinnern will, auf die Nachricht zu antworten. Die beiden blauen Häkchen, die dem Gesprächspartner signalisieren, dass seine Nachricht gelesen wurde, können damit aber nicht wieder gelöscht werden.

Sparschaltung für Telefonate

Mit der Chat-App kann seit einiger Zeit auch telefoniert werden. Diese „Voice over IP“-Gespräche belasten aber das Datenvolumen des Mobilfunkvertrages. Das Update 2.12.194 bietet eine Art „Sparschaltung“, die diesen Datenverbrauch etwas reduzieren soll. Leider sind keine Details zu dieser Funktion bekannt. Wahrscheinlich wird die Sprachqualität etwas reduziert, um bei der Übertragung der Audiodaten ein paar Kilobyte zu sparen.

Eine in der Beta-Version des Updates noch nicht aktivierte Funktion weist darauf hin, dass WhatsApp eine Schnittstelle zum Online-Speicherdienst Google Drive bekommen wird. Wie die indische Nachrichtenseite „Economic Times“ berichtet, sollen Nutzer mit einem Google Drive-Account auf diese Weise künftig Backups von Chats und Telefonaten speichern können. Ob und wann diese Neuerungen auch für iOS und Windows Phone kommen, ist bisher nicht bekannt.

Das Update (derzeitiger Versionsstand 2.12.200) können Sie als APK-Datei direkt bei WhatsApp herunterladen und installieren. Im Google Play App-Store werden nur die finalen Versionen von WhatsApp angeboten.

 

Hausaufgaben per WhatsApp

10 Jun

Dass für Kinder und Jugendliche WhatsApp längst Anrufe und SMS ersetzt hat, ist für die meisten Eltern nichts Neues. Dass jetzt allerdings auch immer mehr Lehrer beginnen, über den Kurznachrichtendienst mit ihren Schützlingen zu kommunizieren, heizt die Debatte um die App wieder an. Vor allem die Gruppenfunktion ist praktisch. Mit ihr kann man schnell und mit Lesebestätigung Informationen an beliebig viele Empfänger verteilen. Doch dass die ständige Erreichbarkeit, über die vor allem Arbeitnehmer häufig klagen, jetzt auch in die Schulen dringt, macht vielen Sorgen.

In vielen Klassenzimmern ist das Smartphone verboten. Wer es dennoch rausholt, dem droht die Peinlichkeit, es z. B. von den Eltern auslösen lassen zu müssen. Was solche Maßnahmen wirklich bringen und ob das Smartphone nicht auch positiv in den Unterricht eingebunden werden kann, fragen sich viele Lehrer schon lange. Doch hier fehlt es an klaren Regeln, was unweigerlich zu Konflikten zwischen allen Parteien führt.

Gefahr oder Chance?

Wir haben außerdem für Sie die wichtigsten Punkte für den Umgang mit der Nachrichten-App zusammengefasst:

Bei der Installation wird das gesamte Adressbuch des Mobilgeräts ausgelesen und an den Server von WhatsApp in den USA gesendet, also auch Daten von anderen Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Geschäftspartner)

Wichtige Daten wie Passwörter, Bankdaten oder Kreditkartennummern sollten auf keinen Fall über WhatsApp verschickt werden.

WhatsApp erhält bei der Installation Zugriff auf viele Funktionen des Handys wie Dateien, Fotos, SMS, Kamera, Mikrophon, Standort, Kontakte, Telefon-ID, WLAN oder Bluetooth. So kann das Smartphone schnell zum perfekten Spion werden.

In der Voreinstellung kann jede Kontakt-Person sehen, wann Sie zuletzt online waren. Das lässt sich über Einstellungen – Account – Datenschutz abschalten. An derselben Stelle lässt sich auch die Sichtbarkeit des Profilbilds und der Statusmeldung einstellen. Standardmäßig kann jeder, der die Handynummer kennt, auch das zugehörige Profilbild sehen.

Eine WhatsApp-Gruppe kann aus maximal 100 Teilnehmern bestehen. Wird man einer Gruppe hinzugefügt, der auch Unbekannte angehören, sehen diese die eigene Telefonnummer – das verstößt gegen das deutsche Datenschutzgesetz. Dass man ungefragt zu Gruppen hinzugefügt wird, lässt sich nicht verhindern.

WhatsApp stellt auf seiner Website eine deutsche Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) zur Verfügung.

 
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Kim Dotcom kann auf Teil seines Vermögens zugreifen

18 Mai

Vor einem halben Jahr bekannte Kim Dotcom (aka Kim Schmitz aka Kimble) noch, er sei pleite. Nun habe sich das Blatt gewendet, schreibt der Internetunternehmer in einem Tweet, er sei jetzt gesegnet mit neuem juristischen Beistand und Richtern, die auf Fairness achteten.

Damit dürfte sich der Wahl-Neuseeländer auf Richterin Patricia Courtney beziehen, die entschieden hat, dass er auf einen Teil seines eingefrorenen Vermögens zugreifen darf. So könne er seinen Lebensunterhalt bestreiten, der ihm monatlich 170.000 Neuseeland-Dollar (115.000 Euro) koste, wie Auckland Now berichtet.

Bisher hätten ihm und seiner Familie 20.000 Dollar monatlich zugestanden, doch habe das bei weitem nicht gereicht, um die Rechtskosten und das Anwesen zu betreiben und die Kinder satt zu bekommen, habe Dotcom in einer Anhörung gesagt. Seine Anwaltskosten hatte er im November 2014 auf 10 Millionen Dollar beziffert.

Dotcoms Vermögen, das demnach auf 11,8 Millionen Neuseeland-Dollar geschätzt wird, war 2012 beschlagnahmt worden, nachdem er festgenommen und sein Anwesen durchsucht worden war. US-Ankläger werfen dem Gründer der einstigen Tauschplattform Megaupload Copyrightverletzungen in großem Stil vor und haben seine Auslieferung beantragt.

Obdachlos sei er nur deshalb (noch) nicht, weil er seine Miete und andere Fixkosten für einige Zeit im Voraus gezahlt habe, sagte Dotcom kürzlich in einem Interview für die aktuelle c’t. Derweil arbeite er schon an seinem nächsten Projekt namens Meganet: „Dabei wollen wir Mobilgeräte zu einem alternativen Kommunikationsnetz verbinden – verschlüsselt, sodass keine Regierung mitlesen kann.“

 

Anonymes Hosting

18 Mai

Für anonymes Hosting kann ich jedem http://www.mediaon.com/ weiterempfehlen. MediaOn.com bietet mehrere Standorte an, es kann völlig anonym gebucht werden mit nur einer Emailadresse.

 
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EU macht Ernst gegen Google

15 Apr

Nach fünfjährigen Ermittlungen ist es so weit: Die Europäische Union wird Google offiziell vorwerfen, seine Marktmacht zu missbrauchen und ein formelles Wettbewerbsverfahren einleiten. Das melden mehrere Medien übereinstimmend. Das Wall Street Journal berichtet, dass EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dies am Dienstag nach Beratung mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker entschieden habe. Am Mittwoch trifft sich die EU-Kommission – ob der Schritt danach offiziell bekanntgegeben wird, ist derzeit noch nicht klar. Vestager reist am Nachmittag nach Washington zu einer Wettbewerbskonferenz.

Was es mit dem Verfahren auf sich hat und was das für Google bedeutet – ein Überblick für Einsteiger und Fans des Wettbewerbsrechts.

Worum geht es in dem Verfahren?

Im Zentrum der Ermittlungen stand der Vorwurf, dass Google Suchergebnisse manipuliert, um seine eigenen Dienste zu bevorzugen – zum Beispiel Google Shopping für Einkäufe und Google Flights für Flugreisen. Zu den Beschwerdeführern gehören europäische Medienkonzerne und Firmen wie TripAdvisor, Expedia oder das Preisvergleichsportal Ciao.

Warum hat es so lange gedauert?

Drei Mal hatte Google das formale Verfahren mit Zugeständnissen abzuwenden versucht, zuletzt im Februar 2014 mit dem Vorschlag, die Angebote der Konkurrenz neben den eigenen Werbeanzeigen einzublenden. Vestagers Vorgänger Joaquín Almunia war einer Einigung damals durchaus zugeneigt, musste dann aber einen Rückzieher machen – sowohl die Beschwerdesteller, als auch Ko-Kommissare sowie Deutschland und Frankreich hatten sich gegen die Einigung gestellt, das Europaparlament hatte in einer Resolution ein hartes Vorgehen gefordert und sogar die Zerschlagung ins Spiel gebracht. Eine Rolle bei der aktuellen Entscheidung könnte auch ein jüngst bekannt gewordenes Gutachten der US-Handelskommission (FTC) aus dem Jahr 2012 gespielt haben. Die Autoren beschreiben minutiös, wie Google seine marktbeherrschende Stellung in der Suche explizit ausnutzte, um kleinere Wettbewerber zu gängeln; die FTC stellte das Verfahren jedoch ein.

Was passiert jetzt?

Das ist noch nicht sicher, aber wahrscheinlich ist folgendes Szenario: Die EU-Kommission stellt Google das „Statement of Objections“ zu, eine Art Anklageschrift mit den konkreten Vorwürfen. Auf diese kann der Konzern innerhalb von drei Monaten reagieren und eine neue Anhörung beantragen. Das kalifornische Unternehmen kann auch neue, größere Zugeständnisse anbieten, um sich doch noch zu einigen.

Scheitert dies, dürfte die EU – in diesem Falle Staatsanwalt und Richter in einem – bis Ende des Jahres eine Entscheidung treffen, wie sie den Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht ahndet. Ein Bußgeld kann bis zu zehn Prozent des Umsatzes betragen, das wären bei Google theoretisch mehr als sechs Milliarden Euro. Zudem würde die EU Google technische Vorgaben machen, ähnlich wie sie Microsoft einst auferlegt hatte, Windows-Nutzern Alternativ-Browser zum Internet Explorer anzubieten.

Hat die EU das letzte Wort?

Nein, Google könnte gegen ein Bußgeld vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg klagen – allerdings ist dieser nicht gerade dafür bekannt, solche EU-Entscheidungen zu kassieren. Ein entsprechender Prozess könnte allerdings Jahre dauern.
Drohen Google weitere Unannehmlichkeiten?

Ja, denn die EU-Kommission wird der Financial Times zufolge auch eine separate formale Untersuchung des Android-Betriebssystems veranlassen. Dann geht es um die Frage, ob Google eine Marktmacht im Mobilbereich hat, mit deren Hilfe die Firma Herstellern von Android-Geräten die Vor-Installation von Apps wie Gmail, Google Maps oder der Suche vorschreiben kann.