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Google-Chef Larry Page leidet an Stimmbandlähmung

15 Mai

Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung. Der Mitgründer des Internet-Riesen berichtete am Dienstag nach monatelangen Spekulationen erstmals selbst von seiner Erkrankung. Es blieb unklar, warum Page damit einen Tag vor der großen Entwicklerkonferenz Google I/O an die Öffentlichkeit ging.

Er habe vor 14 Jahren eine schwere Erkältung gehabt und dem damals keine weitere Beachtung geschenkt, erklärte der 40-jährige Internet-Unternehmer in einem Beitrag im Sozialen Netzwerk Google+. “Aber meine Stimme hat sich nie vollständig erholt.” Ein Arzt habe schließlich eine nervlich bedingte Lähmung des linken Stimmbands festgestellt.
Krankheit macht Anleger nervös

Die Experten hätten ihm zunächst versichert, dass es äußerst selten vorkomme, dass beide Stimmbänder auf diese Weise gelähmt werden, schrieb Page. Im Sommer vergangenen Jahres sei dann aber auch sein zweites Stimmband nach einer Erkältung beeinträchtigt gewesen. “Die Ärzte konnten wieder keinen Grund finden.” Seitdem habe sich der Zustand seiner Stimmbänder etwas gebessert, auch wenn es ihm schwer falle, längere Reden zu halten. Und Mitgründer Sergey Brin sei der Ansicht, dass er wahrscheinlich ein besserer Vorstandschef sei, weil er seine Worte mit Bedacht wähle, scherzte Page. Allerdings mache ihm die Erkrankung auch kurzatmiger.

Bei Telefonkonferenzen zur Erläuterung der Quartalszahlen sprach Page zuletzt sehr leise, mit schwacher Stimme und häufigen Pausen. Die US-Anleger sind bei gesundheitlichen Problemen von Konzernchefs empfindlich geworden, spätestens seit Apple-Gründer Steve Jobs lange seine Krebserkrankung verschwiegen hatte.

 
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Internet-Betrüger Polizei warnt: Abzocke durch „Paketagenten“

10 Mai

“Verdienen Sie Geld von zu Hause aus – bis 3000 € netto im Monat.” Mit derartigen Versprechungen versuchen Kriminelle Arbeitssuchende für ihre Zwecke einzuspannen – die Opfer begehen unwissentlich „Beihilfe“ zu einem Betrug.

Internet-Betrüger versuchen über Internetanzeigen oder Spam-Mails vermeintliche Tätigkeiten als Warenagent, Paketmanager oder Testkäufer zu vermitteln. Im Rahmen dieser Arbeitsverhältnisse sollen dann Pakete in Empfang genommen, umverpackt und meist ins Ausland weitergesendet werden.

Es wird dabei von Seiten der Täter versucht, möglichst lange den Eindruck eines legalen Arbeitsverhältnisses aufrecht zu erhalten. So wird ein seriös wirkender Arbeitsvertrag übersendet und der angeblich legale Zweck der Tätigkeit ausführlich erläutert.

Was der Paketagent meist nicht ahnt: die Sendungen entstammen betrügerischen Interneteinkäufen, z.B. mit ausgespähten Kreditkartendaten. Faktisch stellt dieser Warenagent also seine Anschrift und seine Daten in „Beihilfe“ für einen Betrug bereit.

Polizeiliche Ermittlungen und zivilrechtliche Ansprüche werden dann auch gegen ihn gerichtet. Sein Verhalten ist weiterhin strafbar als Geldwäsche.

Die dahinter verborgenen ausländischen Netzwerke lassen sich meist nicht aufklären.

Neueste Masche der Internet-Betrüger: „Finanzagenten“ – dabei werden Personen gesucht, die Geldbeträge auf ihrem Konto in Empfang nehmen und weiterverbuchen.

 
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Acer wagt die Fusion von Tablet und Laptop

05 Mai

Acer-Chef Jim Wong gibt zu, dass der taiwanesische Computerhersteller Trends verschlafen hat. In New York stellte er unter anderem ein Laptop vor, das sich in ein Tablet verwandeln lässt.

Acer-Chef Jim Wong wollte am Freitag nichts dem Zufall überlassen. Zur Präsentation der jüngsten Produktpalette des taiwanesischen Konzerns hatte der Manager mehrere Hundert Journalisten aus aller Welt nach New York eingeflogen. In den Milk Studios im angesagten Stadtteil Meatpacking District stellte Wong die neusten Tablets, Notebooks und Ultrabooks mit Touchscreen-Technologie vor.

Wong setzt große Hoffnungen in die Geräte, die den Computerhersteller wieder zurück in die Gewinnzone bringen sollen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Verlust von 75 Millionen Euro gemacht. In Interviews hatte Wong zuletzt zugegeben, dass Acer bei Tablets und Smartphones einen Trend verschlafen hat.

Echte Weltneuheiten hatte der Konzern am Freitag allerdings nicht zu bieten. Stattdessen versucht der Hersteller vorhandene Technologien anderer Wettbewerber günstiger und mit benutzerfreundlichen Design zu kopieren.

 

Smartphones machen Facebook reich

02 Mai

Facebooks Konzentration auf die Vorherrschaft bei Smartphones zahlt sich aus. Immer mehr Kunden schalten ihre Werbeanzeigen auf mobilen Geräten. Das treibt die Einnahmen des sozialen Netzwerks in die Höhe. “Wir haben große Fortschritte gemacht in den ersten Monaten des Jahres”, erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg im kalifornischen Menlo Park.

Früher waren Smartphones die Schwachstelle des sozialen Netzwerks – und ein Hauptgrund für den Absturz der Aktie nach dem Börsengang im Mai. Nun sind im ersten Quartal die mobilen Geräte bereits für 30 Prozent aller Werbeeinnahmen verantwortlich – ein rasanter Anstieg: Im Vorquartal waren es erst 23 Prozent und davor 14 Prozent.

Das Team um Zuckerberg hat neue Werbeformen für die kleinen Smartphone-Bildschirme eingeführt und den Werbekunden gleichzeitig bessere Instrumente zur Verfügung gestellt, den Erfolg ihrer Anzeigenkampagnen zu messen. Mit “Facebook Home” brachte das Unternehmen jüngst sogar eine eigene Benutzeroberfläche für bestimmte Android-Handys heraus – für Facebook eine ideale Möglichkeit, noch mehr Werbung zu zeigen. “Das ist der erste Schritt auf einer langen Reise”, sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz.

Die Anstrengungen schlagen sich direkt in den Geschäftszahlen nieder: Für das erste Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Und Facebook Chart zeigen erwirtschaftet mittlerweile auch gute Gewinne für seine Aktionäre: Unterm Strich kamen 217 Millionen Dollar heraus, ein Plus von 58 Prozent.

Der Gewinn wäre noch kräftiger gestiegen, wenn Facebook nicht so massiv in neue Funktionen und Techniken investieren würde, vor allem im mobilen Geschäft. “Wir machen diese großen Investitionen, weil wir glauben, dass die Bereiche wichtig sind”, sagte Zuckerberg. So soll “Facebook Home” für immer mehr Smartphone-Modelle verfügbar werden. Bislang sind es vor allem die Top-Modelle von HTC und Samsung.

Drei von vier Facebook-Mitglieder halten mittlerweile auch oder ausschließlich über ihr Smartphone Kontakt mit ihrem Freundeskreis. Der Anteil hat damit massiv zugenommen. “In den USA verbringen die Leute mehr Zeit bei Facebook als bei jeder anderen App auf ihrem Smartphone”, sagte Geschäftsführerin Sheryl Sandberg.

Insgesamt hat das weltgrößte soziale Netzwerk nun 1,11 Milliarden aktive Nutzer im Monat. Ende Dezember waren es noch 1,06 Milliarden. Noch schneller legte die Zahl der Nutzer zu, die täglich vorbeischauen. Es sind mittlerweile 665 Millionen. Das dürfte auch mit der steigenden Verbreitung von Facebook auf Smartphones zusammenhängen – denn damit kann man sich von fast jedem Ort aus in das Netzwerk einklinken.

Die Facebook-Anleger waren zufrieden mit den Fortschritten. Nachbörslich stieg die Aktie leicht. Mit mittlerweile 27,50 Dollar hat das Papier allerdings den Ausgabekurs von 38 Dollar noch nicht wieder erreicht. Als die Sorge um Facebooks mobiles Geschäft besonders groß war, war das Papier im Spätsommer vergangenen Jahres auf 17,55 Dollar abgesackt.

 
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Alibaba steigt bei Twitter-Klon Weibo ein

30 Apr

Westliche Netzwerke wie Twitter und Facebook sind für sie tabu: Millionen Chinesen nutzen deshalb Weibo. Der Handelskonzern Alibaba kauft sich nun für eine halbe Milliarde Dollar bei der Plattform ein.

Alibaba nimmt eine Schlüsselposition im chinesischen Online-Handel ein. Für dieses Jahr wird mit einem Börsengang gerechnet.

Chinas größter Online-Händler Alibaba ist bei der chinesischen Twitter-Version Weibo eingestiegen. Damit verschafft sich Alibaba ein Standbein auf dem rasant wachsenden Markt der sozialen Netzwerke.

Alibaba zahle 586 Millionen Dollar für eine Beteiligung in Höhe von 18 Prozent, teilte der Weibo-Mutterkonzern Sina am Montag mit. Dadurch werde Weibo mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet. Zugleich werde Alibaba erlaubt, die Beteiligung auf bis zu 30 Prozent auszubauen.

Die in New York notierten Sina-Aktien legten 19 Prozent zu.

Sina versucht angesichts des zunehmenden Konkurrenzdrucks, zum Beispiel durch  WeChat, seit einiger Zeit, den Weibo-Dienst mit seinen mehr als 400 Millionen Nutzern zu Geld zu machen. Der US-Dienst Twitter hat weltweit rund 200 Millionen Nutzer. Der Wert des Unternehmens wird auf mehr als acht Milliarden Dollar geschätzt.

 
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Google sieht zunehmende Tendenz politischer Löschersuchen

27 Apr

Seit drei Jahren veröffentlicht Google Daten über Löschersuchen von Inhalten in der Suchmaschine. Der Internetriese fürchtet um eine Zunahme politischer Zensur. Nie häufiger als im zweiten Halbjahr 2012 hatten beispielsweise Behörden die Löschung von Regierungskritik beantragt.

2.285 Mal wurde Google in der zweiten Jahreshälfte ersucht, insgesamt 24.179 Inhalte zu löschen – rund ein Fünftel mehr als im ersten Halbjahr. In dem jährlichen Transparenzbericht hält der Konzern Anzahl und Gründe von Anträgen fest, deren Löschung oder Prüfung ersucht wurde. Der Großteil dieser Einträge behandelt Persönlichkeitsrechtsverletzungen mit 39 Prozent, dahinter “Datenschutz und Sicherheit” mit 18 Prozent. An dritter und vierter Stelle stehen Wahlgesetz (fünf Prozent) und Regierungskritik (drei Prozent).

Auffällig waren vor allem die drastisch gestiegenen Löschersuchen aus Brasilien. Waren es im ersten Halbjahr 2012 noch weniger als 200, stiegen sie innerhalb weniger Monate auf fast 700 an. Knapp die Hälfte davon behandelten 756 Verleumdungen und verbale Angriffe von Politikern zur Kommunalwahl im Land. Google wies die Mehrheit der Ersuchen mit Hinweis auf das Recht der freien Meinungsäußerung zurück. Auch in Russland war ein signifikanter Anstieg festzustellen.

Besonderes Augenmerk lag auf Aufforderungen aus 20 Nationen, YouTube-Videos zu entfernen, die Ausschnitte aus dem Film “Innocence of Muslims” zeigten. Obwohl sie nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstießen hat Google die Videos wegen in den Ländern geltenden Gesetzte blockiert.

 
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EU-Komissarin rät Telekom-Kunden zur Gegenwehr

26 Apr

Die EU will bei der Einführung einer Datenvolumengrenze der Telekom nicht einschreiten. Aber die Kunden sollten sich wehren, empfiehlt Wettbewerbskommissarin Kroes.

Ein Fall für die EU-Kommission ist die geplante Beschränkung bei Internet-Flatrates der Deutschen Telekom nicht. Das sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes der Bild. Vielmehr sollten nun die Kunden “mit den Füßen abstimmen”. Wenn ein Unternehmen höhere Preise für höhere Datenmengen durchsetzen wolle, sei das normal, sagte Kroes. “Die EU wird deswegen nicht eingreifen” – aber die Kunden könnten es tun.

Kroes reagierte damit auf die jüngste Ankündigung der Telekom, die Geschwindigkeit von Internetpauschaltarifen zu drosseln, wenn eine bestimmte Datenmenge verbraucht wurde.

Die Bundesregierung brachte indessen ein Eingreifen des Bundeskartellamts ins Spiel. “Sollte sich herausstellen, dass die Telekom ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzt, muss das Kartellamt einschreiten”, sagte Verbraucherministerin Ilse Aigner der Bild.  Eine Beobachtung des Falls durch das Kartellamt hatte auch der Ökonom Justus Haucaup gefordert.

Aigner spricht von “Rohrkrepierer”

Außerdem müsse die Bundesnetzagentur einschreiten, falls zu erkennen sei, dass die neuen Tarife eine Gefahr für die Netzneutralität darstellten, sagte Aigner. “Anscheinend steht die Telekom auf der Leitung – sonst würde sie erkennen, dass ihr neues Geschäftsmodell ein klassischer Rohrkrepierer zu werden droht.”

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte die Telekom am Donnerstag dazu aufgefordert dafür zu sorgen, dass Nutzer auch nach Einführung der Datenvolumengrenze zu allen Angeboten im Internet gleich schnellen Zugang haben. Die Netzneutralität müsse gewährleistet bleiben. In einem Brief an Telekom-Chef René Obermann hatte er sich besorgt gezeigt über die angekündigten Änderungen in den Tarifstrukturen für die Internetnutzung.

Die Telekom verteidigte ihre Pläne. Der Konzern teile die Ziele der Bundesregierung zur Netzneutralität “voll”, erklärte ein Konzernsprecher. Die Datenvolumengrenze ziele auf Kunden, die sich besonders viel aus dem Internet herunterladen und dadurch die Netze entsprechend stark belasteten. “Die Alternative wäre gewesen, die Preise pauschal für alle Kunden zu erhöhen”, sagte der Konzernsprecher. Die Begrenzung soll nur für neue Verträge gelten, die ab dem 2. Mai abgeschlossen werden. Altverträge sollen unberührt bleiben.

 
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Apple-Store öffnet am 3. Mai

25 Apr

Der erste Berliner Apple-Store öffnet am Freitag der kommenden Woche im einstigen Kino Filmbühne Wien am Kurfürstendamm 26. Diesen Termin hat das Unternehmen jetzt offiziell genannt. Mit 5000 Quadratmetern Fläche in vier Etagen wird die Niederlassung des US-Computerkonzerns die größte in Deutschland.

„Komm zur großen Eröffnung“, wirbt Apple seit Donnerstag auf seiner Webseite und lädt für den 3. Mai ab 17 Uhr in seinen Store ein, der bundesweit der elfte ist. In der Haupstadt war das Unternehmen dagegen bis jetzt nicht direkt vertreten; hier ist die Berliner Firma Gravis bislang der größte Händler für iPhone, iPad, Mac und Zubehör. Für Medienvertreter gebe es bereits am 2. Mai einen Rundgang durch das neue Flaggschiff-Geschäft, teilte ein Sprecher des US-Computerkonzerns mit. Branchenkenner hatten die Eröffnung bereits für das erste Mai-Wochenende erwartet.

Der Umbau des Baudenkmals „Haus Wien“, das früher vor allem als Kino „Filmbühne Wien“ bekannt war und links neben dem Glaspalast des Neuen Kranzler-Ecks steht, hat rund zwei Jahre lang gedauert. Als Grund nannten Bauarbeiter die schlechte Altbausubstanz. Eine Sichtschutzfassade verbarg die Baustelle, erst vor wenigen Tagen wurde diese entfernt und durch ein Logo und einen Schriftzug am Baugerüst ersetzt. Bis dahin hatte sich Apple nie zum Standort geäußert, trotzdem waren die Pläne seit Anfang 2011 bekannt.

Am 3. und 4. Mai wird bis 22 Uhr verkauft, und am 5. Mai nutzt Apple die Gelegenheit, sich von 13 bis 18 Uhr am stadtweiten verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Berliner Theatertreffens zu beteiligen. Darüber hinaus wurden keine besonderen Aktionen angekündigt, ein Sprecher erwartet am Eröffnungstag aber „ein lebhaftes Event“ und „Emotionen“ der Kundschaft.

Insgesamt hatte der Konzern zuletzt den ersten Gewinnrückgang seit zehn Jahren verzeichnet, die Aktie verlor an Wert. Andererseits ist der Umsatz weiter gestiegen.

 

Apple speichert Siri-Daten bis zu zwei Jahre

22 Apr

Siri weiß noch nach zwei Jahren, was Nutzer den Sprachassistenten von Apple fragen. Denn so lange werden die Daten auf dem Server festgehalten. Ein Skandal, sagen Verbraucherschützer – notwendige Praxis verteidigt sich Apple.

Wer Siri heute nach dem Wetter von morgen fragt bekommt von Apples sprachgesteuertem Assistent eine Antwort. Doch was die Nutzer nicht wissen: Alle Eingaben, die getätigt werden, speichert der Server bis zu zwei Jahre lang. Das berichtete „wired.com“ am Freitag.

Die Pressesprecherin des Konzerns, Trudy Muller, bestätigte das Speichern der Eingaben. Zugleich rechtfertigte sie die Erfassung der aufgezeichneten Sprach-Clips, mit der Begründung, Aufzeichnungen von Siri könnten dadurch besser erfasst und der Dienst optimiert werden. „Wir nehmen die Privatsphäre unserer Kunden sehr ernst“, sagte Muller. Darum sammle Apple die Daten anonymisiert.

Datenschützer fordern bessere Information

Im Grunde passiert folgendes: Sobald die Spracheingabe aktiviert wird, werden die Daten mit einer per Zufallsgenerator erstellten Nummer einem Nutzer zugewiesen. Diese Nummer werde aber nicht mit der Apple-Nutzer-ID oder einer E-Mail-Adresse gekoppelt, schreibt „wired.com“.

Nach einem halben Jahr werden die Aufzeichnungen schließlich durch das Trennen von der Nummer des Nutzers anonymisiert – aber bis zu 18 Monaten gespeichert. Sobald ein Nutzer den Sprachassistenten deaktiviert, werden sowohl die Kennungsnummer als auch alle bis dato gespeicherten Daten gelöscht, bestätigte Muller.

 

LulzSec-Hacker zu einem Jahr Haft verurteilt

20 Apr

Der US-Amerikaner Cody Kretsinger wurde wegen eines Hacks gegen Sony am Donnerstag in den USA zu einem Jahr und einem Tag Gefängnis verurteilt. Zusätzlich zur Haftstrafe wurden Kretsinger laut Mitteilung des Generalstaatsanwalts von Kalifornien noch ein Jahr Hausarrest, 1000 Sozialstunden sowie Wiedergutmachungszahlungen in Höhe von über 600.000 US-Dollar aufgebrummt. Ursprünglich drohte ihm sogar eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.

Kretsinger wurde zur Last gelegt, im Mai 2011 zusammen mit anderen Mitglieder der Hacker-Gruppe LulzSec in die Webserver des Filmstudios Sony Pictures eingedrungen zu sein. Eigenen Aussagen zufolge gelang es den LulzSec-Hackern damals, über eine SQL Injection in den Server einzudringen. Dabei wurden die persönlichen Daten von zehntausenden registrierten Anwendern der Website kompromittiert. Sony Pictures gab an, durch den Hack sei dem Studio ein Schaden von 600.000 US-Dollar entstanden. Kretsinger hatte sich im April 2012 schuldig bekannt.

Das Verfahren gegen Raynaldo Rivera, ein weiteres am Sony-Hack beteiligtes LulzSec-Mitglied, wird von der gleichen Kammer geführt. Hier wird ein Urteil am 16. Mai erwartet. Rivera wurde im August 2012 gefasst und hatte sich dann im Oktober schuldig bekannt.

Vier weiteren Mitgliedern von LulzSec wird derzeit in Großbritannien der Prozess gemacht, drei davon haben vor wenigen Tagen gestanden. Die Urteilsverkündung für die vier Hacker ist für den 14. Mai angesetzt. Der als Kopf der Gruppe geltende 28-jährige New Yorker Hector Xavier Monsegur, auch bekannt als “Sabu”, wird nach mehreren Verschiebungen vermutlich am 23. August dieses Jahres seiner Urteilsspruch erhalten. Er wurde von FBI-Agenten 2011 festgesetzt und hatte als Informant bei der Aushebung der Gruppe geholfen, vermutlich um sich selber mildernde Umstände zu verschaffen.

 
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