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Galaxy Note 7 in den USA offiziell zurückgerufen

17 Sep

Der Rückruf des Galaxy Note 7 ist in den USA offiziell gestartet. Die Verbraucherschutzbehörde CPSC hat Bloomberg zufolge dazu am 15. September eine Stellungnahme veröffentlicht, in der weitere Details zu den betroffenen Geräten sowie zum technischen Problem der enthaltenen Akkus genannt werden.

Der CPSC zufolge sollen insgesamt bisher 2,5 Millionen Exemplare des Galaxy Note 7 verkauft worden sein – 1 Million davon alleine in den USA: Wer sein Smartphone schon vor dem 15. September gekauft hat, solle das Gerät ausschalten, nicht mehr verwenden und seinen Mobilfunkanbieter oder Samsung kontaktieren, um ein Ersatzgerät zu erhalten. Auf Samsungs Webseite könne man zudem über die Seriennummer herausfinden, ob das eigene Modell einen der fehlerhaften Akkus enthalte. Samsung zufolge sollten die meisten Händler in den USA bis zum 21. September neue Geräte für einen Austausch erhalten haben.
Der schwierige Teil beginnt für Samsung erst jetzt

Die CPSC erklärte zudem die technischen Hintergründe der sich überhitzenden und zum Teil sogar explodierenden Akkus in Samsungs Galaxy Note 7. Demnach soll ein Kurzschluss zwischen Elektroden im Innern der Energiespeicher dafür sorgen, dass dieser sich stark erhitzt und schließlich sogar Feuer fängt oder explodiert.

Solche Kurzschlüsse sollten demnach eigentlich von einer Membran zwischen den Polen verhindert werden, doch könne dieser Schutzmechanismus versagen, wenn die Membran zu schwach sei oder die Batterie zusammengedrückt werde. Laut des CPSC-Vorsitzenden Elliot Kaye sei es beim Zusammenbau dieser Einzelteile und beim Einbau in das Akkufach zu einer Verengung gekommen.

Sollte der Rückruf nun ohne weitere Probleme vonstattengehen, hätte Samsung zumindest dieses Problem behoben. Wie der koreanische Wirtschaftsprofessor Kim Sang-Jo erklärt, fängt der schwierige Teil aber erst dann für Samsung an: Mittlerweile soll es insgesamt 92 Berichte über überhitzte Galaxy Note 7-Akkus gegeben haben. Das weitere Vorgehen des Unternehmens werde seiner Meinung nach Samsung definieren. Nun muss der Hersteller nämlich versuchen, das verlorene Vertrauen der Öffentlichkeit in die eigenen Produkte wiederherzustellen.

 

Megaupload-Comeback für Januar 2017 angekündigt

05 Aug

Anfang Juli hatte Kim Dotcom per Twitter angekündigt , dass er an einer neuen Version seiner File-Sharing-Plattform Megaupload arbeitet. Der verschlüsselte Cloud-Speicher war 2012 auf Anordnung der US-Regierung wegen Copyright-Verletzungen vom Netz genommen worden. Der Nachfolger Mega gehört jetzt einer chinesischen Firma, Dotcom ist dort nicht mehr involviert. Jetzt hat der in Neuseeland lebende deutsch-finnische Internetunternehmer weitere Details zu Megaupload 2.0 sowie einen Starttermin bekannt gegeben.

Einem entsprechenden Tweet zufolge soll Megaupload 2.0 am 20. Januar 2017 an den Start gehen. Der Service soll 100 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher bieten und auf allen Geräten des Nutzers synchronisiert werden können. Neben einer Webversion wird es also auch Apps geben. Zudem sollen die Daten verschlüsselt werden. Ein Limit für die Größe von Dateien wird es nicht geben. Pläne für ein mögliches Megaupload-Comeback hatte Dotcom schon im August 2015 angeteasert.

Zu den möglichen Funktionen für die Neuauflage des Filesharing-Dienstes soll laut Kim Dotcom eine White-Label-Option gehören, mit welcher der Service auf einer eigenen Domain genutzt werden kann – ebenfalls kostenlos. Darüber hinaus sollen Verschlüsselung und Anonymität auf ein neues Level gehoben werden. Dazu ein Statement in typischer Dotcom-Manier: „Ein Albtraum für alle, die massenhaft überwachen und zensieren wollen“.

Bitcache: Bitcoin-Wallet für Megaupload-Accounts

Bisher noch keine weiteren Details gibt es zu einem Dienst namens Bitcache, den Dotcom eher beiläufig erwähnte. Dabei könnte es sich, wie Kollege Abhimanyu Ghoshal bei The Next Web spekuliert , um eine Art Bitcoin-Wallet für den Megaupload-Account von Nutzern handeln. Dotcom wolle damit eine Lösung für die Blockchain-Beschränkungen der Bitcoin-Technologie liefern, genauer soll das Ganze aber im Januar erläutert werden.

Jedenfalls werde der Bitcoin-Kurs dank seiner Lösung im Jahr 2017 die Marke von 2.000 US-Dollar erreichen und sich damit knapp vervierfachen, meint Dotcom. Allerdings gilt abzuwarten, was Dotcom wirklich von seinen Vorstellungen umzusetzen im Stande ist, und ob die Projekte dann auch halten, was sie versprechen.

 

CCC: «Darknet» ist wichtig

27 Jul

Nach dem Amoklauf in München streiten Experten über anonyme Marktplätze im Internet – das sogenannte Darknet als Art Geheimnetz. Hintergrund ist, dass der Amokläufer von München nach bisherigen Erkenntnissen seine Waffe im «Darknet» gekauft hatte.

Der Chaos Computer Club (CCC) warnte, die anonymen Bereiche des Internets zu verteufeln. «Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet wird, ist nicht sehr realistisch», sagte Linus Neumann vom CCC der Deutschen Presse-Agentur.

Tatsächlich habe der Amokläufer für den Kauf der Waffe über das «Darknet» laut Medienberichten Monate gebraucht, sagte Neumann. In der realen Welt wäre dies wahrscheinlich sehr viel schneller gegangen. Der Umfang des Drogen- und Waffenhandels im «Darknet» sei weitaus geringer als derjenige außerhalb des Internets.

Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) dringt darauf, ein Verbot von Waffenkäufen im «Darknet» zu prüfen. Das Waffenrecht müsse dagegen nach seiner Ansicht nicht verschärft werden. «Schon das geltende Waffenrecht sah vor, dass der Amokläufer die Waffe nicht haben durfte», sagte Mertin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Man muss aber schauen, ob man nicht etwas Licht in dieses dunkle Netz bringen kann und solche Käufe verhindern kann.» Er betonte jedoch: «Ich bin dafür, dass man sich in Ruhe die Ergebnisse der Ermittlungen zur Hand nimmt und nicht auf stereotype Forderungen zurückgreift.»

Das «Darknet» (Englisch: dunkles Netz) ist ein verborgener Teil im auf offenen Austausch angelegten World Wide Web und nach Einschätzung von Fachleuten stark gewachsen. Es ist eine Art virtueller Hinterraum für Eingeweihte, der anders gebaut ist als das offene Internet und nicht über herkömmliche Suchmaschinen zugänglich ist. Durch Weiterleitung über mehrere Knoten im Netz ist der Ursprung von Daten nicht mehr nachzuvollziehen.

Ursprünglich wurde es zum Schutz von Dissidenten entwickelt, die darauf angewiesen sind, anonym zu veröffentlichen und sich informieren zu können. Das gelte heute insbesondere für Menschen in der Türkei, Iran oder Syrien, sagte Neumann: «Hier ist eine Abwägung von Schaden und Nutzen wichtig.»

Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt an diesem seine Erkenntnisse zur Entwicklung von Cybercrime vor. Auch zum «Darknet» will sich BKA-Präsident Holger Münch.

Nach Darstellung des Sprechers der für Internetkriminalität zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, Matthias Huber, erfordert der Kauf einer Waffe im «Darknet» keine besonderen technischen Voraussetzungen. Nötig sei nur ein sogenannter Tor-Browser. Die Teilnahme am «Darknet» sei nicht übermäßig schwierig. Auf speziellen «Marktplätzen», wo sich jeder anmelden könne, würden häufig anonym Drogen oder Waffen gehandelt.

Durch die Anonymität gebe es keine Sicherheit, dass die Ware auch ankomme. «Diese Unsicherheit nimmt natürlich niemand in Kauf, der eine Ware auch legal erwerben könnte», sagte Huber. «Deshalb sind nahezu 100 Prozent aller Angebote im „Darknet“ illegal.» Ansatzpunkt für Fahnder sei unter anderem die reale Zustellung der Waren.

 
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Internet-Millionär Thomas Wagner stirbt bei Unglück

15 Jul

Bei dem Absturz eines Kleinflugzeugs zwischen Venedig und Leipzig starben am heutigen 14. Juli vier Menschen. Unter ihnen ist auch der 38-jährige Unternehmer Thomas Wagner. Er ist Chef des Internet-Giganten „Unister“. Die deutsche Firma hat ihren Hauptsitz in Leipzig und betreibt erfolgreich einige bekannte Webportale.
Thomas Wagner (†) im Kurzportrait

Wagner war Gründer und Geschäftsführer von „Unister“. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen zu einem der Branchenführer in Sachen Webportalbetrieb- und Vermarktung. Zu „Unister“ gehören unter anderem so bekannte Portale wie: ab-in-den-urlaub.de, fluege.de, news.de, partnersuche.de oder myimmo.de. Der erfolgreiche Unternehmer galt als vermögend – aber uneitel.

Der Flugzeugabsturz

Das Kleinflugzeug war auf dem Weg von Venedig nach Leipzig. Über Slowenien kam es zu dem tragischen Absturz. Das einmotorige Propellerflugzeug verunglückte westlich der Hauptstadt Ljubljana. Das slowenische Nachrichtenportal „Žurnal24“ veröffentlichte via Twitter ein Foto des Unglücksortes.

 
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Das Problem der gefälschten Markenshops im Internet

20 Mai

In gefälschten Online-Shops locken Betrüger mit Schnäppchenpreisen. Die Ware wird per Vorkasse gezahlt und kommt nie. Die sogenannten Fake-Shops sind ein zunehmendes Problem im Internet.

Diesmal hat es Vorwerk erwischt. Das Wuppertaler Familienunternehmen warnt auf seiner Website gleich vor elf Online-Shops mit Internetadressen wie „vorwerk-Thermomix-gmbh.com“.

Es seien „Fake-Shops“, mit denen Internetpiraten versuchen, den guten Ruf des Unternehmens zu nutzen, um Verbraucher um ihr Geld zu betrügen. So heißt es bei Vorwerk.

Die Masche ist einfach: Einer der größten Verkaufsschlager von Vorwerk, die Edel-Küchenmaschine Thermomix mit einem regulären Verkaufspreis von 1199 Euro, wird auf den Seiten der Betrüger – gegen Vorkasse – ein paar hundert Euro billiger angeboten. Doch wer zahlt, bekommt weder das versprochene Produkt noch sieht er sein Geld wieder.
Die Fälscher werden immer mehr

Doch ist dies beileibe kein Einzelfall. „Es ist ein zunehmendes Problem“, sagt Peter Gretenkord vom Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM). Die Betrüger profitierten von der wachsenden Selbstverständlichkeit des Online-Einkaufs. „Wenn man einen ‚Fake-Shop‘ schließt, macht der Nächste auf“, berichtet Gretenkord. Ohnehin sei das Abschalten der Internetseiten „nicht so einfach wie man sich das wünschen würde“. Schließlich stünden die Server oft im Ausland.

Die „Watchlist Internet“ des österreichischen Internet Ombudsmanns listet inzwischen über 300 betrügerische Online-Läden auf. Häufig geht es um Elektroartikel. Doch gibt es auch „Fake-Shops“ für Kaffeemaschinen oder für Muskelaufbaupräparate und sogar für falsche Internet-Apotheken. „Sie sind teilweise Kopien real existierender Websites, wirken daher seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen“, hießt es bei der deutschen Polizei zum Thema.

Auch im Fall Vorwerk bedienten sich die Betrüger dreist auf der Internetseite des Familienunternehmens und kopierten Firmenlogo, Markenzeichen und sogar das Impressum. Vorwerk hat inzwischen Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gestellt. Die meisten der Internet-Seiten sind nicht mehr zu erreichen.

Doch ob die Straftäter zu ermitteln sind, ist zweifelhaft. Die Domains der „Fake-Shops“ wurden nach Angaben von Vorwerk allesamt unter Nutzung eines Anonymisierungsdienstes angemeldet.
Meist bleiben die Täter unerkannt

„Die Ermittlungen in der Anonymität des Internets stellen oft unlösbare Herausforderungen dar“, weiß die Göttinger Schwerpunkstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

Zwar konnten die Spezialfahnder im vergangenen Jahr zwei Berliner Betrüger fassen, die im Internet Kaffeevollautomaten, Elektronikartikel, Motorroller, Spielkonsolen und Smartphones scheinbar zu konkurrenzlos günstigen Preisen anboten, Geld kassierten, aber nie lieferten. Doch mussten die Behörden gleichzeitig einräumen, dass in etlichen anderen ähnlich gelagerten Fällen die Täter unbekannt geblieben seien.

Umso wichtiger ist es, dass die Verbraucher selbst beim Online-Einkauf vorsichtig sind. Experten raten, sich bei Shops, die man zum ersten Mal nutzt, vor dem Kauf über den Anbieter zu informieren, bei sehr günstigen Preisen skeptisch zu sein und möglichst keine Waren im Voraus per Banküberweisung oder über Bargeldtransferdienste zu bezahlen.

 
 

Messenger-App „Alrawi“ Terroristen nutzen eigenen Messenger

19 Jan

Bis jetzt dachten wir, dass die Terrormiliz IS im Grunde wie wir kommuniziert, nämlich über Twitter, Whatsapp und Telegram. Offenbar hat der Islamische Staat aber auch eine eigene Messenger-App entwickelt. „Alrawi“ taucht natürlich nicht im Google Play Store auf. Sie müsse über verschlungene Wege von einer inzwischen nicht mehr existenten Webseite heruntergeladen werden, berichtet die Gruppe Ghost Security, die aus dem Hacker-Kollektiv Anonymous hervorgegangen ist.

Terror macht Angst. Und Angst ist ein schlechter Ratgeber. Angst führt häufig zu Kontrolle, zu verzweifelten Reaktionen, zu Überwachung. Den Terror (und die Angst davor) führen Sicherheitsbehörden als Grund für Eingriffe in die Freiheit des Einzelnen an. Ein Beispiel: die Vorratsdatenspeicherung.

Nach den Terroranschlägen von Paris forderte unter anderem die CIA ziemlich laut, Hintertüren in Software einzubauen und Verschlüsselungsstandards zu lockern, um die Kommunikation von Terroristen mitzuverfolgen – und die von unbescholtenen Bürgern.

Wie absurd diese Haltung ist, zeigt die IS-App: Wenn sich die Geheimdienste Hintertüren schaffen, bauen sich die Terroristen einfach eine neue, eigene verschlüsselte App. Sie, ich und große Teile der westlichen Bevölkerung würden natürlich weiter über unsichere Kanäle kommunizieren und ausgespäht werden können. Wegen der Terrorgefahr.

 

Google baut ein Tablet

12 Dez

Das Google-Tablet ist in jeder Hinsicht ein Oberklasse-Gerät. Das spürt man schon, wenn man es aus seinem Karton holt. Das Aluminiumgehäuse sieht nicht nur sehr schick und hochwertig aus, es fühlt sich auch so an. Die Verarbeitung ist tadellos, Lautstärke-Taste und Einschalter sitzen perfekt. Hier ist das Pixel C durchaus auf iPad-Niveau. Das 10,2 Zoll große Display ist mit einer Pixeldichte von 308 ppi sogar schärfer als der Bildschirm des Apple-Kontrahenten. Die Farben wirken kräftig und natürlich, die Kontraste sind scharf und die Blickwinkel-Stabilität vorbildlich. Das LCD kann auch schön hell leuchten, allerdings spiegelt das Glas sehr stark, was im Freien die Freude an dem klasse Display etwas trübt.

Der Prozessor des Google Pixel C ist Nvidias Tegra X1 in der 4-Kern-Version, der wie schon der Tegra K1 mit einer Maxwell-GPU grafische Höchstleistungen ermöglichen soll. Der Arbeitsspeicher des Tablets ist 3 Gigabyte groß. Im Test war das Pixel C durch keine App in Verlegenheit zu bringen, auch die aufwändigsten Spiele im Play Store bringen das Tablet nicht zum Stottern. Die Benchmark-Ergebnisse sind stark, aber nicht sensationell. In Geekbench 3 erzielte ein einzelner Kern des Tegra X1 rund 1450 Punkte, im Verbund kamen die vier Kerne auf etwa 4300 Punkte. Zum Vergleich: Das iPad Air 2 erreichte im Single-Core-Vergleich rund 1800 Punkte, den Multi-Core-Benchmark absolvierte es mit etwa 4500 Punkten. Im populären Android-Benchmark Antutu musste sich das Google-Tablet nur Huaweis neuem Phablet Mate 8 geschlagen geben.

Kaum leistungsbedingt können ein paar eigenartige Aussetzer sein, die sich das Gerät im Test geleistet hat: Sehr selten, aber nicht nur einmal hat der Touchscreen eine Berührung einfach ignoriert und erst beim zweiten Tipper reagiert. Dabei dürfte es sich um ein Software-problem handeln, das durch ein Update behoben werden kann.

Um die Akku-Laufzeit fair beurteilen zu können, war die Testdauer viel zu knapp. Die mit 32,4 Wattstunden (9000 Milliamperestunden) recht potente Batterie macht aber bisher einen durchaus ordentlichen Eindruck. Laut Google soll das Pixel C mehr als 10 Stunden durchhalten und damit auf Augenhöhe mit den iPads liegen. Praktisches Detail: Über den USB-C-Eingang des Pixel C können Smartphones geladen werden – nicht nur Android-Geräte, auch das zuvor getestete Lumia 950 XL durfte am Google-Tablet tanken. Weniger praktisch und etwas enttäuschend ist, dass das Pixel C keinen Einsteck-Platz für microSD-Karten hat – schließlich werden sie unter Android 6 endlich als echte Speichererweiterung akzeptiert. So haben Käufer nur die Wahl zwischen 32- und 64-Gigabyte-Modell.

Über die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite muss man nicht viele Worte verlieren. Sie ist für Schnappschüsse zu gebrauchen, mehr aber auch nicht – und das reicht bei einem Tablet völlig aus. Wichtiger ist bei solchen Geräten die Frontkamera für Videochats. Die ist beim Pixel C nicht schlecht, es gibt allerdings Tablets und Smartphones, die beim Skypen schönere Bilder liefern. Die beiden seitlichen Lautsprecher sind ebenfalls okay, optisch versprechen sie aber mehr als sie akustisch letztendlich bieten.

So weit so gut. Doch das Pixel C nur als gewöhnliches Tablet zu nutzen, ist eigentlich nicht das, was Google sich für seinen ersten Eigenbau wünscht. Außergewöhnlich wird das Pixel C erst in Verbindung mit der passenden Tastatur, die zusammen mit dem Pixel C entwickelt wurde und daher ein perfektes Zusammenspiel garantieren soll. Das ist Google tatsächlich gelungen. Für den Transport „klebt“ das Keyboard auf dem Display ziemlich fest an. Möchte man schreiben, zieht man das Pixel C ab und heftet es an der Magnetleiste an, die gleichzeitig ein stufenlos verstellbarer Standfuß ist. Die beiden Geräte koppeln sich automatisch via Bluetooth, nur beim ersten Mal muss die Verbindung eingerichtet werden. Liegt das Keyboard auf dem Display, wird es kabellos geladen.

Im Einsatz steht das Duo auch mit weit nach hinten gelehntem Tablet stabil auf dem Tisch. Das erreicht Google nicht nur durch eine ideale Platzierung der Halterung, sondern auch durch eine mit knapp 400 Gramm ziemlich schwere Tastatur. Notfalls lässt sich so sogar auf dem Schoß tippen, auch wenn der Schreib-Komfort nicht mit dem eines Notebooks vergleichbar ist. Das Keyboard selbst überzeugt durch klar definierte Anschläge und viel Platz zwischen den Tasten und fühlt sich ebenso hochwertig wie das Tablet an. Es fehlt allerdings ein Touchpad, das in vielen Fällen praktischer wäre als den Touchscreen zu nutzen.

Als Betriebssystem kommt Android 6 zum Einsatz und wie Nexus-Geräte erhält auch das Pixel C Aktualisierungen kurz nachdem sie Google veröffentlicht hat. Bisher hat Google aber noch kein Update herausgebracht, das das Betriebssystem für Tablets attraktiver macht. Vor allem fehlt es an speziellen Funktionen und angepassten Apps für große Displays. Laut „9to5Google“ plant das Unternehmen aber, schon bald via Update einen geteilten Bildschirm zu ermöglichen und kontinuierlich weitere Tablet-Verbesserungen zu liefern.

Das Pixel C kostet mit 32 Gigabyte internem Speicher rund 500 Euro, als 64-Gigabyte-Modell knapp 600 Euro, für die Tastatur sind 170 Euro fällig. Das ist viel Geld, aber Käufer bekommen dafür immerhin eine der besten Android-Tablet-Tastatur-Kombinationen, die derzeit angeboten werden. Als Tablet alleine betrachtet bietet das Pixel C zwar auch eine starke Hardware, wirkt aber etwas unvollkommen. Wenn Google wirklich zeigen möchte, wie das perfekte Android-Tablet aussehen sollte, muss es noch etwas zulegen.

 

Fünf Tipps für flotte Android-Smartphones

04 Aug

Auch der flotteste Androide wird mit der Zeit langsamer. Bevor man zum letzten Mittel greift, und das Gerat auf die Werkseinstellungen zurücksetzt, gibt es noch ein paar einfachere Tricks zur Leistungssteigerung.

Beim Kauf Spitzengeschwindigkeiten, nach einigen Monaten und etlichen Programminstallationen lahmt das einst so flotte Telefon. Das Problem trifft viele Besitzer von Android-Smartphones. Doch gegen Datenmüll und Ressourcenfresser gibt es einige Hilfsmittel.

Aktuelles System:

Die jeweils aktuellste Version des Betriebssystem kann das Telefon beschleunigen. Neben neuen Funktionen erhalten die Updates häufig auch Fehlerkorrekturen und Optimierungen, berichtet das Telekommunikationsportal „teltarif.de“. Nach Updates können Android-Besitzer in den Einstellungen beim Unterpunkt „Geräteinformationen“ aufrufen. Allerdings werden viele ältere Geräte und Sparmodelle häufig nicht mit Updates versorgt.

Schlanker Startbildschirm:

Wer etwa aufwendige Widgets und Live-Hintergründe auf dem Startbildschirm vermeidet, spart Rechenleistung. Deswegen sollte die Zahl der Widgets auf ein MinimumGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! reduziert werden. Von mehr als drei verschiedenen Homescreens raten die Experten ab.

Apps aufräumen:

Je nach Hersteller werden Android-Smartphones mit zahlreichen vorinstallierten Apps ausgeliefert. Diese „Bloatware“ lässt sich häufig nicht deinstallieren. Unnütze Apps lassen sich aber im Anwendungsmanager deaktivieren. Dann verbrauchen sie außer dem Speicherplatz keine Ressourcen mehr. Wenn möglich, sollten unnütze Programme aber komplett gelöscht werden.

Seltener synchronisieren:

Viele Apps rufen im Hintergrund Informationen ab. Das wirkt sich auf Akkulaufzeit und Leistung aus. In den Konteneinstellungen lässt sich das Synchronisationsintervall einstellen. Eine Reduzierung der Häufigkeit kann zu mehr Leistung führen. Ganz abschalten sollte man die Synchronisierung nicht, da manche Apps ohne nicht richtig funktionieren.

Datenmüll entrümpeln:

Um Systemprozesse zu beschleunigen, werden zahlreiche Daten im Zwischenspeicher abgelegt. Leert man diesen Cache nicht regelmäßig, sammelt sich dort unnötiger Datenmüll an. Im Anwendungsmanager kann der Cache für jede einzelne App gelöscht werden.

 

Gefährliche PDF-Links in Google-Ergebnislisten

27 Jul

Surfer sollten bei Google-Ergebnissen derzeit nicht vorschnell auf Links klicken, die vermeintlich zu PDF-Dateien führen. Denn dabei könne es sich um manipulierte Dateien handeln, die sich aber gar nicht öffnen, sondern den Nutzer auf infizierte Webseiten weiterleiten.

Betroffen sind auch und vor allem Suchergebnisse auf den vorderen Plätzen, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Ein Warnhinweis für Nutzer kann es sein, wenn der angerissene Inhalt des jeweiligen PDF-Dokuments und die über die Link-Adresse identifizierbare Webseite thematisch überhaupt nichts mit dem Suchbegriff zu tun haben.

 
 

WhatsApp-Update bringt Freunde zum Schweigen

26 Jul

Das Update mit der Versionsnummer 2.12.194 wird derzeit noch als Beta ausgeliefert. Es erlaubt einem Nutzer, einzelne Kontakte in WhatsApp stumm zu schalten. Bisher war das nur für komplette Gruppen-Chats möglich. Schaltet der Nutzer eine Person stumm, kann er dafür eine Dauer von „8 Stunden“, „1 Woche“ oder sogar „1 Jahr“ wählen. So lange kommen von diesem Kontakt keine Nachrichten mehr durch.

Der Nutzer kann sich optional aber auch Hinweise schicken lassen, wenn der stumm geschaltete Kontakt etwas gesendet hat. Unklar ist, ob dem betroffenen Kontakt mitgeteilt wird, dass er stumm geschaltet wurde.

Benachrichtigung einzeln anpassen

Neu ist auch, dass sich jeder Kontakt nun mit eigenen Hinweistönen belegen lässt. Auch die Vibrationsdauer und der Klingelton für Anrufe ist für jeden Kontakt einzeln wählbar.

Zusätzlich kann der Nutzer auch die Popup-Benachrichtigung anpassen und – falls imSmartphone eingebaut – sogar die Farbe des Lichtsignals der Benachrichtigungs-LED einstellen.

WhatsApp-Nachrichten als ungelesen markieren

WhatsApp erlaubt mit dem Update, eine bereits gelesene Nachricht wieder als ungelesen zu markieren. Das mag nützlich sein, wenn sich der Nutzer damit beispielsweise daran erinnern will, auf die Nachricht zu antworten. Die beiden blauen Häkchen, die dem Gesprächspartner signalisieren, dass seine Nachricht gelesen wurde, können damit aber nicht wieder gelöscht werden.

Sparschaltung für Telefonate

Mit der Chat-App kann seit einiger Zeit auch telefoniert werden. Diese „Voice over IP“-Gespräche belasten aber das Datenvolumen des Mobilfunkvertrages. Das Update 2.12.194 bietet eine Art „Sparschaltung“, die diesen Datenverbrauch etwas reduzieren soll. Leider sind keine Details zu dieser Funktion bekannt. Wahrscheinlich wird die Sprachqualität etwas reduziert, um bei der Übertragung der Audiodaten ein paar Kilobyte zu sparen.

Eine in der Beta-Version des Updates noch nicht aktivierte Funktion weist darauf hin, dass WhatsApp eine Schnittstelle zum Online-Speicherdienst Google Drive bekommen wird. Wie die indische Nachrichtenseite „Economic Times“ berichtet, sollen Nutzer mit einem Google Drive-Account auf diese Weise künftig Backups von Chats und Telefonaten speichern können. Ob und wann diese Neuerungen auch für iOS und Windows Phone kommen, ist bisher nicht bekannt.

Das Update (derzeitiger Versionsstand 2.12.200) können Sie als APK-Datei direkt bei WhatsApp herunterladen und installieren. Im Google Play App-Store werden nur die finalen Versionen von WhatsApp angeboten.